Steckbeckenspüler

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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Steckbeckenspüler?

Ein Steckbeckenspüler (auch Steckbeckenspüle, Steckbeckenspülgerät, Steckbeckenspülautomat oder Fäkalienspüle genannt) dient der Reinigung und Desinfektion von wiederverwendbaren Edelstahl- oder Kunststoff-Medizinprodukten wie z.B. Urinale, Urinbehälter, Bettpfannen oder Saugflaschen. Diese Gegenstände müssen sorgfältig desinfiziert werden, da etwaige Rückstände (Exkrete, Körperflüssigkeiten) Infektionen von Patient zu Patient übertragen können. Es werden daher bestimmte Anforderungen an die Fäkalienspüle gestellt: Klasse IIa Medizinproduktegesetz, Medizinprodukte-Betreiberverordnung und ISO 15883-3. Es wird zwischen thermischen, chemisch-thermischen und chemischen Steckbeckenspülen unterschieden. Haupteinsatzorte von Steckbeckenspülgeräten sind Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeeinrichtungen und Hospize.

Anwendung

Die Anwendung eines Steckbeckenspülers ähnelt dem eines herkömmlichen Thermodesinfektors, kann jedoch von Gerät zu Gerät variieren. Es gibt beispielsweise Steckbeckenspülautomaten mit manueller und solche mit automatischer Türöffnung. Für den genauen Umgang mit Ihrem Steckbeckenspülautomat lesen Sie sich bitte die dazugehörige Gebrauchsanweisung des Herstellers durch.

Im Kern sollten Sie bei der Bedienung Ihres Steckbeckenspülers folgende Punkte beachten:

  • Hygiene- und Bekleidungsvorschriften beachten (Handschuhe tragen)
  • Nutzen Sie eine Hand nur für die zu desinfizierenden Gegenstände und die andere Hand für die Betätigung des Steckbeckenspülers
  • Pflegegeschirr inkl. Inhalt in den Steckbeckenspüler einsetzen
    • Kontakt mit dem (kontaminierten) Inhalt vermeiden
    • Gegenstände so weit wie möglich auseinander bauen und vorschriftsgemäß in den jeweiligen Halterungen positionieren
    • Steckbecken und Urinflasche niemals manuell entleeren
  • Tür schließen und Desinfektionsprogramm starten
  • (Kontaminierte) Handschuhe fachgerecht entsorgen

Achtung: Lassen Sie nur die Produkte vom Steckbeckenspüler behandeln, für die er auch zugelassen bzw. vorgesehen ist. Windeln, Damenbinden, Tabletts oder Blumenvasen gehören nicht dazu! Auch Nierenschalen und Waschschüsseln sollten nicht von einem Steckbeckenspülgerät aufbereitet werden.

Tipp: Einige Steckbeckenüler, wie z.B. der BP 100 von Horcher, verfügen über Fußschalter oder Infrarot-Näherungssensoren. So kann eine Kreuzkontamination durch dreckige Finger vermieden werden, da keine Tasten mehr gedrückt werden müssen.

Gesetzliches, Vorschriften, Validierung Normen und Anforderungen

Hinsichtlich der zum Tragen kommenden Vorschriften und Regularien muss zwischen thermischen-, chemisch-thermischen- und chemischen Steckbeckenspülern unterschieden werden. Rein chemische Fäkalienspülen oder auch “Steckbeckenspülapparate, vorgerichtet für chemische Desinfektion” sind nicht als Medizinprodukt definiert. Sie werden aber nur noch sehr selten eingesetzt, weswegen wir hier nicht genauer darauf eingehen.

Steckbeckenspüler sind im Medizinproduktegesetz (MPG) als Klasse IIa definiert. Das MPG fußt auf Richtlinie 93/42/EWG, weswegen hier auch die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) zur Anwendung kommt. Konkrete Geräteanforderungen sowie die Validierung sind in der Norm DIN EN ISO 15883-3 niedergeschrieben. Insbesondere Teil 1 und Teil 3 der ISO-Norm sind für Steckbeckenspüler entscheidend. Generell empfiehlt sich eine vorschriftsgemäße Instrumentenaufbereitung, darunter insbesondere die Empfehlungen des RKI.

Info: Nicht alle Steckbeckenspüler müssen validiert werden. Wünschen Sie einen Spüler, der nicht validiert werden muss, dann können wir Ihnen auch solche vermitteln.

Im Anschluss an die jährliche Wartung eines Steckbeckenspülers erfolgt die Leistungsüberprüfung. Bezüglich der antimikrobiellen Wirksamkeit ist der A0-Wert (Temperatur-Zeit-Relation) ein geeigneter Indikator. Nachgewiesen wird die Wirksamkeit durch Thermologger und Bioindikatoren. Konkrete Information dazu erhalten Sie vom RKI.

Installation: Besser einen Profi damit beauftragen

Richten Sie sich zur fachgerechten Installation des Steckbeckenspülers an die jeweilige Gebrauchsanleitung. Bei Unsicherheit beauftragen Sie besser geeignetes Fachpersonal.

Achten Sie beim Wasseranschluss darauf, dass Sie nur die mitgelieferten Zulaufschläuche verwenden und diese der richtigen Wasserart (Warmwasser, Kaltwasser) zuordnen. Bei Wandanschluss darf das Wasserablaufrohr nicht höher liegen

als das Ablaufrohr der Fäkalienspüle. Einige Geräte geben bei blockiertem Ablauf eine Fehlermeldung aus. Denken Sie auch daran, dass der Stromanschluss fachgerecht zu erfolgen hat.

Hersteller

Es gibt in etwa 14 relevante Steckbeckenspüler-Hersteller. Steckbeckenspülgeräte von Meiko, Arjo, Miele und Horcher werden jedoch am häufigsten nachgefragt. Nachfolgend eine Übersicht über die wichtigsten Hersteller:

Steckbeckenspüler-Hersteller und deren Produkte
Hersteller Produkt
Miele
Steelco (Miele)
  • Serie BP 100
Meiko
  • TopLine Serie: 10, 20, 30, 40
  • Topic Serie: 10, 20, 40
Arjo (Getinge)
  • Ninjo
  • Typhoon
  • Tornado
Horcher
  • Genius-Serie (BP100 uvm.)
Gehrig
  • SBS 45
  • SBS 55
  • SBS 60
  • SBS 90
Kodra
  • cleanius & multiclean
  • easyclean
  • vh
J. Böhm (AT-OS)
  • Professional Line
  • Compact Line
Ken
  • BWD 731
  • BWD 733
  • BWD 736
  • BWD 738
Lischka
  • Geysir-Serie: CDD 1050, CDD 1060, CDD 1090

Preise

Beim Kauf eines Steckbeckenspülers können Sie in etwa mit Preisen zwischen 5.000 - 7.000 € (neu, netto) rechnen. Optional können Sie noch diverses Zubehör dazukaufen, wie z.B. eine zusätzliche Dosierpumpe oder Spezialeinsätze und Halterungen. Gebrauchte Steckbeckenspüler sind in etwa 20 - 50 % günstiger als Neue.

Info: Steckbeckenspüler lassen sich auch umbauen/upgraden. Damit kommen sie günstiger weg, als die Anschaffung eines neuen Gerätes bzw. System.

Bauarten und zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten

Steckbeckenspüler gibt es in verschiedenen Versionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Den Spüler können Sie einzeln kaufen, optional können Sie dieses jedoch noch upgraden, beispielsweise um ein zusätzliches Ausgussbecken oder in Verbindung mit einem WC. Folgende Versionen stehen derzeit auf dem Markt zur Auswahl:

  • Tisch-/Auftisch-Steckbeckenspüler
  • Untertisch-Steckbeckenspüler
  • Standgeräte
  • Einbaugeräte
  • Fußbodenfreie Steckbeckenspülautomaten für die Wand
  • Steckbeckenspüler mit Ausgussbecken
  • Steckbeckenspüler mit WC

Was tun, wenn der Steckbeckenspüler kaputt geht?

Im Optimalfall haben Sie einen Plan B, der greift, wenn Ihr Steckbeckenspüler kaputt geht. Wenn sich kontaminierte Steckbecken in Ihrem Aufbereitungsraum stapeln, steigt das Infektionsrisiko!

Sie sollten natürlich direkt Ihren Servicetechniker/Reparaturdienst kontaktieren, aber wer weiß, wie lange das dauert? Stellen Sie sich darauf ein, dass die Utensilien von Ihrem Personal von Hand gereinigt werden müssen. Das birgt zusätzliche Risiken und nimmt viel Zeit in Anspruch. Alternativ können Sie temporär auf Einweg-Produkte zurückgreifen. Diese werden sodann über geeignete Beutel entsorgt.

Wartung und Pflege

Unter Berücksichtigung der Angaben des Herstellers, muss sich der Steckbeckenspüler in der Regel einmal im Jahr einer Wartung unterziehen. Bei einigen Steckbeckenspülautomaten hat eine Wartung auch nach der Absolvierung einer definierten Anzahl von Spülvorgängen zu erfolgen. Bei der “Serie 100” von Horcher beispielsweise nach 5.000 Spülzyklen. Anschließend an die Wartung erfolgt die Leistungsüberprüfung mit Thermologgern oder Bioindikatoren.

Beachten Sie auch die Pflegeanweisungen des jeweiligens. Die regelmäßige und fachgerechte Pflege Ihres Steckbeckenspülers kann seine Lebensdauer erhöhen. Bedenken Sie, dass eine Nichtbeachtung der Wartungs- und Pflegeanweisungen zu einem Garantieverlust führen kann.

Fehlermeldungen

Moderne Steckbeckenspüler zeigen Ihnen automatisch an (akustisch, visuell), wenn irgendwas nicht stimmt. Fehlermeldungen können bspw. bei folgenden Umständen angezeigt werden:

  • Mangel an Reiniger und Entkalkungsmittel
  • Speicher voll
  • Ablauf blockiert
  • Wartung durchführen

Zur Behebung dieser Fehlermeldungen müssen Sie die Gebrauchsanweisung aufschlagen. Dort finden Sie die gerätespezifische Lösung des Problems.