Speicherfolienscanner

Der Speicherfolienscanner hat schon vielen Ärzten bei der Umstellung von analogem auf digitales Röntgen geholfen. Zwar ist mit dem Scannen der Speicherfolie, im Gegensatz zu einem Detektor, noch ein Arbeitsschritt mehr von Nöten, doch vor allem in der Zahnmedizin setzt man noch verstärkt auf Digitizer. Vor dem Kauf lohnt es sich die verschiedenen Speicherfoliensysteme miteinander zu vergleichen: Speicherfolien-Format, Art der Datenübertragung, Preis, Durchsatz etc. Wir stellen Ihnen diesbezüglich detaillierte Informationen bereit, alternativ können Sie auch direkt eine kostenlose Kaufanfrage stellen. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen!

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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Speicherfolienscanner?

Der Speicherfolienscanner (auch Digitizer genannt) ist ein Auslesegerät/Laserscanner, mit dem Speicherfolien digitalisiert werden können. Auf den Speicherfolien selbst befinden sich die Röntgen- bzw. Lichtquanten, vereinfacht gesagt die Röntgenaufnahmen. Nachdem eine Röntgenspeicherfolie über den Zwischenschritt der Quanten-Umwandlung in ein elektronisches Signal digitalisiert worden ist, wird die Folie vom Folienscanner automatisch mit hellem Licht bestrahlt, sodass sie “gelöscht” wird und wiederverwendet werden kann. Per USB oder WLAN/LAN können die Röntgenaufnahmen vom Scanner zur Archivierung an die Praxissoftware gesendet werden.

Diese Innovation vom analogen Röntgenfilm hin zum (halb-) digitalem Röntgen nennt man Computer-Radiographie (CR). Nahezu jedes analoge Röntgensystem kann mit einem Speicherfoliensystem digitalisiert werden. Technisch überlegen und moderner ist jedoch das (voll-) digitale Röntgenverfahren mit einem Röntgendetektor. Vor allem in der Zahnarztpraxis setzt man bei Intraoral-Röntgengeräten noch verstärkt auf das Arbeiten mit Folie und Speicherfolienscanner.

Wie funktioniert ein Speicherfolienscanner?

Die Technologie der Computer-Radiographie bzw. der Speicherfolie hat die vormals verwendete analoge Filmkassette abgelöst. Die Abbildungsplatte ist mit photostimulierbaren Leuchtstoffen beschichtet, welche Lichteintrag benötigen, um die eingefangene Energie in Form von Licht freizusetzen. Die Platte ist in einer lichtdichten Kassette gefasst, welche von den Abmessungen her identisch mit denen der analogen Filmkassette ist. Die gleiche Größe gestaltet die Umrüstung von analog auf digital relativ einfach.

Die Speicherfolie speichert die die Röntgenbestrahlung in einem “latenten Bild”. Anschließend wird die Kassette in den Speicherfolienscanner eingelegt, der die Speicherfolie von der Kassette trennt und sie mit einem Laserstrahl abtastet. Der Laserstrahl lässt die Elektronen zu einem niedrigeren Energieniveau “entspannen”. Das emittierte Licht wird in eine Fotovervielfacherröhre (Fotomultiplier) gelenkt und in ein elektrisches Signal konvertiert. Das Signal wird wiederum mit einem Analog-Digital-Wandler (engl. ADC) in digitale Daten umgewandelt, welche ausgedruckt, angezeigt oder an Computer oder Praxissoftware gesendet werden können.

Im Anschluss an den Auslesevorgang werden alle auf der Speicherfolie befindlichen Informationen gelöscht, indem sie hellem Licht ausgesetzt wird. Theoretisch kann eine Speicherfolie bis zu 10.000 mal wiederverwendet werden, realistisch im Alltag jedoch wesentlich weniger, aufgrund von Abnutzungsspuren, Alterung etc.. Einige Speicherfolienscanner besitzen eine Stapelscan-Funktion, womit mehrere Speicherfolien in eine Warteschlange gestellt werden und automatisiert ausgelesen werden können. Diese Funktion ist vor allem für größere Praxen interessant.

Dental-Speicherfolienscanner in der Zahnmedizin

Das Röntgen mit Speicherfolie und Speicherfolienscanner ist in der Zahnmedizin relativ weit verbreitet. Ein Grund hierfür ist die Bildfläche, welche größer ist als bei einem Röntgensensor. Die größere Bildfläche geht mit einem Mehr an diagnostischen Informationen einher und wirkt sich vor allem bei Quadranten- und Bissflügel­aufnahmen vorteilhaft aus.

Tipp: Speicherfolien sollten möglichst unmittelbar nach dem Röntgen im Folienscanner ausgelesen werden. Die Speicherfolie bzw. die darauf gespeicherten Informationen haben eine begrenzte “Haltbarkeit” von nur “wenigen Stunden”.

Speicherfolienscanner kaufen: Darauf sollten Sie achten

Das Produktdatenblatt des anvisierten Speicherfolienscanner sollte vor Kauf genauestens durchgelesen werden, damit ein Fehlkauf vermieden wird. Wichtig ist, dass der Folienscanner auch die Folien-Formate verarbeiten kann, die in Ihrer Praxis zum Einsatz kommen. Während ein intraorales Röntgengerät kleine Formate nutzt, sind sie bei einem extraoralen OPG-Gerät wesentlich größer. Nicht jedes Gerät kann jede Größe verarbeiten. “Multi-Format-Reader” hingegen sind meist in der Lage, jegliche Formate zu lesen.

Achten Sie auf die Art der Datenübertragung. Wenn Sie kein LAN-Kabel quer durch Ihre Praxis legen wollen, dann sollte der Speicherfolienscanner zumindest über einen USB-Port oder eine WLAN-Datenübertragung verfügen.

Möchten Sie abgesichert sein und während eines möglichen IT-Ausfall trotzdem den Speicherfolienscanner weiter benutzen, dann sollte dieser über einen internen Speicher verfügen. Ein interner Speicher empfiehlt sich auch bei mobilen Einsätzen außerhalb der Praxis.

Die Auflösung (angegeben in Linienpaare/mm, pixel/mm oder dpi) ist ein Eigenschaft, womit Sie verschiedene Speicherfolienscanner miteinander vergleichen können. Rein rechnerisch können maximal 45 Linienpaare (LP)/mm erreicht werden. Entscheidend ist jedoch nicht die theoretische, sondern die effektive Auflösung.

Kaufen Sie am besten einen Speicherfolienscanner von dem Hersteller, von dem Sie auch Ihre Speicherfolien beziehen. Zwar kann ein Folienscanner theoretisch auch hersteller-fremde Folien scannen, jedoch kann Ihnen die Scannersoftware einen Strich durch die Rechnung machen. Beabsichtigen Sie ein Speicherfolien-Lesegerät von einem Hersteller zu kaufen, der nicht derselbe ist, wie von Ihrem Dental-Röntgengerät oder den Speicherfolien, dann sollte die Frage der Kompatibilität vorher abgeklärt werden.

Sicherlich spielt auch der in Ihrer Praxis zur Verfügung stehende Platz eine Rolle. Die meisten Speicherfolienscanner sind jedoch relativ klein und lassen sich problemlos als Auftisch-Variante auf einer Ablage positionieren. Einige Modelle können auch an der Wand montiert werden, wenn gewünscht.

Hersteller

Während Dürr Dental sich auf Speicherfolienscanner für die Zahnmedizin spezialisiert hat, decken andere Hersteller auch weitere Formate ab. Nachfolgend sehen Sie eine Auflistung der wichtigsten Hersteller von Speicherfoliensystemen:

Hersteller von Speicherfolienscannern
Hersteller Produktbezeichnung Besonderheiten
Dürr Dental VistaScan Mini View
  • Für alle intraoralen Formate geeignet
  • WLAN/LAN
  • 22 LP/mm
VistaScan Combi View
  • Für alle intra- und extraoralen Formate
  • WLAN/LAN
  • 22 LP/mm
VistaScan Mini Plus
  • intraoralen Speicherfolien – von Größe 0 bis 4
  • USB/Netzwerk
  • 22 LP/mm
Dentsply Sirona Xios Scan
  • für intraorale Bildgebung geeignet (Größe 0 - 3)
  • 22/17 LP/mm
  • LAN
Examion X-CR Tabletop Sigma
  • nicht für Dental-Speicherfolien geeignet
  • 60 Kassetten/Stunde
  • 11,4 Pixel/mm oder 5,7 Pixel/mm
Konica Minolta Regius Sigma 2
  • nicht für Dental-Speicherfolien geeignet
  • 60 Kassetten/Stunde
Regius 110 HQ
  • auch für Mammographien geeignet
  • 80 Kassetten/Stunde
Regius 210
  • auch für Mammographien geeignet
  • 100 Platten pro Stunde
Oehm und Rehbein Divario CR-T2
  • Durchsatz: 73 Kassetten pro Stunde
  • IP-Kassetten Typ CC und LC
  • Möglichkeit zur Erstellung von Ganzwirbelsäulen und Ganzbeinaufnahmen
  • 10 Pixel/mm, 5 Pixel/mm
Divario CR-Tm
  • Durchsatz: 73 Kassetten pro Stunde
  • IP-Kassetten Typ CH und CC
  • 10 Pixel/mm, 5 Pixel/mm
Divario CR-F Dental
  • Speicherfolienscanner für Veterinärmedizin
  • für intraorale Speicherfolien-Formate
  • bis 8 LP/mm
  • USB/Ethernet
Orangedental x-on scan
  • für Intraoral-Speicherfolien geeignet (0, 1, 2, 3)
  • bis 17 LP/mm
Pixelmed Dental Reader FireCR
  • kompatibel mit allen intraoralen Größen

Preise

Der Preis von einem Speicherfolienscanner hängt vom jeweiligen Fachbereich bzw. dem Speicherfolien-Format ab. Dental-Speicherfolienscanner können Sie für unter 10.000 € kaufen. Bei größeren Formaten für die Human- und Veterinärmedizin können Sie mit etwa 20.000 € rechnen.

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