POCT-Geräte

POCT-Geräte sind miniaturisierte Laborgeräte, die Patientenproben in unmittelbarer Patientennähe in wenigen Sekunden bis Minuten analysieren können. Mittlerweile können nicht nur Blutgas und Blutzucker bestimmt werden, sondern auch viele weitere klinisch-chemische, immunologische, hämatologische und hämostaseologische Parameter. Wenn Sie außerhalb der Praxis mobil tätig sind, dann benötigen Sie ein tragbares Handgerät mit Akku. Für den stationären Gebrauch können Sie Ihre Praxis mit einem Tischgerät (Benchtop), welches je nach Modell über einen größeren Funktionsumfang verfügt und problemlos mit Ihrer EDV kommunizieren kann, ausstatten.

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Inhaltsverzeichnis

Definition: Was ist ein POCT-Gerät?

Ein POCT-Gerät analysiert Patientenproben (Blut, Urin, Speichel usw.) hinsichtlich definierter Parameter und liefert diagnostische Informationen in unmittelbar Nähe zum Patienten bzw. am Ort des Geschehens (Point Of Care Testing, POCT). Im Gegensatz zu einem umständlichen und zeitraubenden Probenversand in das Zentrallabor, erhält der Arzt mit einem medizinischen Diagnosegerät in wenigen Sekunden bis Minuten statt Stunden präzise Informationen für die Diagnose, Überwachung oder Screening in Laborqualität. Ebenso muss das Probenmaterial nicht vorbereitet werden, kein Pipettieren erforderlich.

Umgangssprachlich werden sie auch als “miniaturisierte Form klassischer Laborgeräte” bezeichnet. Die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Prüfungen aus dem Jahr 2008 (RiliBÄK 2008) sieht für POCT-Geräte keine besonderen Regelungen im Vergleich zu herkömmlichen Laborgegeräten vor. Eine Ausnahme bilden “Unit-use-Reagenzien”, also Reagenzien, die für Einzelbestimmungen portioniert und mit einer Untersuchung verbraucht sind wie z.B. Teststreifen. Hier finden Sie die aktuellste Richtlinie RiliBÄK 2019. Als POCT-Gerät bzw. patientennahe Sofortdiagnostik definiert die RiliBÄK eine laboratoriumsmedizinische Untersuchungen, die ohne Probenvorbereitung unmittelbar als Einzelprobenmessungen durchgeführt wird, sodass daraus unmittelbar weitere diagnostische oder therapeutische Konsequenzen abgeleitet werden können. Kurz auf den Punkt charakterisiert sich eine Analyse mit einem POCT-Gerät durch folgende Punkte:

  • Analyse außerhalb des Labors in unmittelbarer Nähe zum Patienten
  • Keine Probenvorbereitung, keine Pipettierschritte
  • Testung mit POCT-Messgeräten, die für Einzelproben bestimmt sind
  • gebrauchsfertige Reagenzien/Teststreifen
  • Bedienung des Gerätes bedarf keiner vertieften medizinisch-technischen Qualifikation
  • schnelle Verfügbarkeit der Ergebnisse
  • unmittelbare Ableitung therapeutischer Konsequenzen aus den Testergebnissen

Abgesehen vom privaten Gebrauch, hält die ISO in ISO 22870: 2006 neben spezifischen Anforderungen für Point-of-Care-Tests auch eine Definition bereit: “testing that is performed near or at the site of a patient with the result leading to possible change in the care of the patient”. Zu deutsch: Tests, die in der Nähe oder am Standort eines Patienten durchgeführt werden und deren Ergebnis zu einer möglichen Änderung der Behandlung des Patienten führt.

Der ambulante, stationäre oder private Einsatz von POCT-Geräten erfolgt u.a. in:

  • Praxis, Krankenhaus, Klinik, Apotheke
  • Rettungsdienst, Krankenwagen
  • Pflegeheim, Altenheim
  • Patientenselbstkontrolle: Heimgebrauch, Selbsttest
  • Drogenscreening am Arbeitsplatz

Gängig sind vor allem Blutzuckermessgeräte als auch Blutgasanalyse-Geräte. Zunehmend gibt es auch Geräte, die weitere Metaboliten, Elektrolyte, Enzyme, Gerinnungswerte, Herzmarker, Infektionskrankheiten, Schwangerschaften uvm. nachweisen können.

Info: POCT-Analysen können nach EBM abgerechnet werden. Die Gebührenordnungspositionen für den EBM finden Sie unter “32.2 allgemeine Laboratoriumsuntersuchungen”, für die GOÄ unter “M. Labor”.

Vorteile und Nachteile von POCT-Geräten

Der größte Vorteil von Point-Of-Care-Testing-Geräten ist die zügige Vor-Ort-Analyse von Patientenproben. Während der vorschriftsgemäße Versand von Proben relativ aufwendig und die Auswertung im Zentrallabor sehr zeitaufwendig ist, erhält man mit einem POCT-Gerät Ergebnisse nahezu in Echtzeit. Die so genannte Turn-Around-Time (TAT), also die Zeit, die verstreicht, bis das Ergebnis vorliegt, beträgt je nach POCT-Analyse zwischen 30 Sekunden und 15 Minuten. Infolgedessen sinken die Kosten und die Effektivität und Effizienz der Patientenversorgung steigt. Durch die Ermöglichung, Triage- und Behandlungsentscheidungen zügig fällen zu können, bleibt dem medizinischen Personal mehr Zeit sich um den Patienten zu kümmern.

Moderne POCT-Geräte können Testergebnisse nicht nur speichern, sondern auch über die Praxissoftware oder POCT-Software in die elektronische Patientenakte übertragen. Alles digital, drahtlos und unkompliziert. Im Gegensatz dazu sind Probleme bei der Probenidentifikation und Probentransport in ein Labor nicht ausgeschlossen.

Zu nennen sind auch mögliche Nachteile von POCT-Geräten. Zu diesen gehören:

  • hohe Kosten für Reagenzien und Gerätewartung
  • falsche Handhabung und/oder Wartung der Analysatoren durch ungeschultes Klinikpersonal
  • unzureichende oder gar fehlende Kalibrierungen und/oder Qualitätskontrollen
  • fehlende Wirtschaftlichkeit durch erhöhte Anzahl von Analysatoren und teureren Reagenzien,
  • unzureichende Dokumentation
  • schwierige Vergleichbarkeit der erhaltenen POCT-Ergebnisse mit Routine-Laborergebnissen
  • geringerer Probendurchsatz im Vergleich mit einem Zentrallabor

Arten von POCT-Geräten

Einige Point-of-Care-Tests können mit einfachen Teststreifen durchgeführt werden, wie z.B. der Urintest mit einem Urinstreifen. Dieser kann jedoch nur richtungsweisend sein, da er keine präzisen quantifizierbaren Ergebnisse liefert. Für eine exakte Auswertung bedarf es einem POCT-Gerät, in diesem Fall ein Urinanalysegerät. Weiter können Laborgeräte einfache Handgeräte, wie z.B. ein Blutzuckermessgerät, oder multifunktionale Immunoassay-Analysatoren als Auftisch-Variante (Benchtop) sein.

Damit die erhobenen Daten vom POCT-Gerät auch an die Praxissoftware und/oder andere Software versandt werden können, muss die dazu benötigte Middleware integriert sein. Achten Sie vor dem Kauf bspw. auf die Verfügbarkeit einer GDT-Schnittstelle, wenn Sie die direkte Daten-Digitalisierung wünschen. Je nach Gerät kann die Ausgabe der Ergebnisse auch über ein Display oder einen Drucker erfolgen.

Blutgasanalysegeräte (BGA-Geräte)

Blutgasanalysegeräte (BGA-Geräte) messen den Säure-Basen-Haushalt und den Oxygenierungsstatus einer arteriellen Blutprobe. Die Bewertung des Oxygenierungsstatus erfolgt anhand des Partialdrucks von Sauerstoff (pO2 ) und der Hämoglobin-Sauerstoffsättigung (sO2). Blutgasanalysatoren messen jedoch nicht nur Blutgasparameter, sondern auch Elektrolyte (Bsp.: Natrium, Kalium, Chlorid, ionisiertes Calcium, ionisiertes Magnesium) und Metaboliten (Bsp.: Glukose, Laktat, Bilirubin, Kreatinin).

Für die Überwachung von Patienten in Vollnarkose, Patienten mit Thorax- oder Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD, Mukoviszidose), kritisch kranken Neugeborenen oder Stoffwechselstörungen bei schwerkranken Pferden liefern Blutgasgeräte wertvolle und zügige Ergebnisse.

Das Blutgasanalyse-Gerät rationalisiert Arbeitsprozesse und liefert die POCT-Analyse in maximal 1 Minute. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Gerät die Blutproben automatisch misst, denn automatisches Mischen (mit einem ABL800 FLEX) liefert im Gegensatz zu manuellem Mischen konstant homogene Proben. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Art und Anzahl der getesteten Parameter sowie der Durchsatz. Zusätzlich müssen Sie entscheiden, ob Sie ein größeres Tischgerät für den stationären Einsatz oder einen kleinen, tragbareren Blutgasanalysator benötigen. Kleinere Geräte sind zwar flexibler, doch können Sie hinsichtlich des Parameterumfangs nicht mit Tischgeräte mithalten. Das Testformat gängiger BGA-Geräte sind Mehrfach- oder Einfach-Kassetten.

Blutzuckermessgeräte

Der Blutzucker spiegelt den Glukoseanteil im Blut wieder und kann mit einem Blutzuckermessgerät gemessen werden. Vor allem Diabetiker, die darauf achten müssen, ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten, profitieren von diesen kleinen Helfern. Die Blutzuckerkontrolle bei kritisch kranken Patienten gilt jedoch als umstritten. Bei Patienten unter Vollnarkose, bei Gabe von Insulin, der Eingriff länger als ein bis zwei Stunden dauert oder bei Bedenken hinsichtlich einer Hyper- oder Hypoglykämie sind Zuckermessgeräte jedoch von großem Nutzen.

Laborgeräte oder Blutgasgeräte können den Blutzucker über eine arterielle oder venöse Blutprobe bestimmen. Die herkömmlichen Blutzuckermessgeräten für den privaten Gebrauch können jedoch auch Kapillarblut aus der Fingerbeere ziehen. Außerdem haben sie den Vorteil, dass Sie im Gegensatz zu Labormethoden kostengünstiger und schneller Ergebnisse liefern.

Ergebnisse von Blutzuckermessgeräten lassen sich nicht per sé miteinander vergleichen, da sie unterschiedliche Messverfahren anwenden können.

Blutgerinnungsmessgeräte

Blutgerinnungsmessgeräte sind kleine, einfach zu bedienende Handgeräte, welche Quick-Werte, INR, Thromboplastinzeit (PT), partiellen Thromboplastinzeit (PTT), aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) und aktivierte Blutgerinnungszeit (ACT) im Vollblut bestimmen können. Die Blutgerinnung (Hämostaseologie) wird mit Thromboplastin oder mit Kontaktaktivatoren ausgelöst, wobei der Nachweis auf der Gerinnselbildung in der Probe basiert. Ergebnisvergleiche zwischen verschiedenen Blutgerinnungsmessgeräten sind nicht anzuraten, da mglw. andere Aktivatoren und Nachweisverfahren verwendet werden.

Geräte zur Gerinnungsmessung sind vornehmlich für Patienten gedacht, die erkrankungsbedingt, bspw. durch eine künstliche Herzklappe, Vorhofflimmern oder Thrombose, das Gerinnungshemmermedikament Macumar zu sich nehmen müssen. Mit dem Gerinnungsmessgerät kann eine Messung, Überwachung und Anpassung der Medikamentendosis vorgenommen werden.

Hämatologiegeräte

Mit einem Hämatologiegerät kann, je nach Gerät, aus einer Blutprobe ein kleines oder großes Blutbild erstellt werden. Gemessen werden mehrere Parameter wie z.B. Hämoglobin, Hämatokrit, weiße (Leukozyten) oder rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Unterschieden werden Hämatologie-Analysatoren für die Human- oder Veterinärmedizin.

Die Ergebnisse können je nach Messverfahren des Hämatologiegerätes unterschiedlich ausfallen. Derzeit existieren 3 Technologien:

  • Durchflusszytometrie
    • umfangreich und teuer
    • Untersuchung von Blut mittels Laserlicht
    • Nicht nur Zählung der Zellen, sondern auch Analyse der Zellgröße und -struktur
    • Fluoreszenz-Durchflusszytometrie kann Kern-Plasma-Verhältnis jeder gefärbten Zelle anzeigen (notwendig für Analyse von Blutplättchen, kernhaltigen Erythrozyten und Retikulozyten)
  • Elektrische Impedanz
    • Bestimmung des Volumens und der Anzahl von Erythrozyten und Thrombozyten (Coulter-Prinzip)
    • keine Unterscheidung zwischen eosinophilen, basophilen und neutrophilen Leukozyten möglich
  • Laserdiffraktion
    • Messung der Partikelgrößen-Verteilung

Beim Kauf ist nicht nur die jeweilige Technologie des Hämatologiegerätes ein Entscheidungsfaktor, sondern auch die Anzahl der messbaren Parameter. Benötigen Sie ein “All-in-one-Gerät”, dann kann bspw. der Axonlab Spotchem EZ SP-4430, welches bis zu 9 Parameter gleichzeitig messen kann und eine integrierte Mikrozentrifuge besitzt, in Frage kommen. So können auch POCT-Analysen aus Plasma, Serum und Vollblut durchgeführt werden.


Weiter können nicht alle Hämatologie-Analysatoren Leukozyten bis zur Ebene der basophilen Granulozyten usw. differenzieren. Bezüglich der Reagenzien ist darauf zu achten, dass “geschlossene Hämatologiesysteme” nur Reagenzien der gleichen Marke, “offene Systeme” hingegen auch markenfremde Reagenzien nutzen können.

Ein Hämatologiegerät kann je nach Modell mit folgenden Zusatzfunktionen ausgestattet sein:

  • Färb- und Vorbereitungssystem für Probenträger, sofern Abstrich notwendig
  • Autom. Probennehmer und -wechsler
  • integrierte CRP-Analyse (Entzündungsindikator)
  • Touchscreen

Weitere Faktoren, an die Sie vor dem Kauf eines Hämatologiegerätes denken sollten:

  • Testumfang: wieviel Parameter sollen getestet werden?
  • Turn-around-Time: wie lange muss man auf das Ergebnis warten?
  • Probengröße und Microsampling
  • Genauigkeit, Präzision und Linearität
  • Speicherung der Ergebnisse
  • Durchsatz (Proben/Std)
  • Barcode-Scanner
  • Reagenzienversorgung: Bezug von Reagenzien nur vom Hersteller oder auch anderen Lieferanten?
  • Größe (Länge, Breite Höhe)

CRP-Geräte

Mit einem CRP-Gerät kann die Konzentration an C-reaktivem Protein (CRP) einer Blutprobe gemessen werden. Der Spiegel des in der Leber gebildeten CRP weist nach, in welchem Ausmaß der Patient von einer entzündlichen Erkrankung betroffen ist. Einige Geräte vereinen sowohl die Analyse eines kleinen Blutbildes, als auch die CRP-Messung, wie z.B. der Micros CRP 200 oder MicrosEMI CRP.

Info: CRP-Tests können dabei helfen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren, ohne Patienten mit akuten Exazerbationen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) Schaden zuzufügen.

POCT-Geräte für das Herz-Kreislauf-System

POCT-Geräte zur Bestimmung von kardialen Troponinen, BNP und D-Dimeren können einfache Handgeräte für Einzelbestimmungen bis hin zu Tischgeräten für die kombinierte Analyse verschiedener kardiovaskulärer Marker sein. Sie können im Rahmen eines Screenings dabei helfen, Herzinsuffizienz, tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie auszuschließen. Allerdings sind diese Marker, auch in Kombination mit der Anamnese, nicht so zuverlässig, wie bildgebende medizinische Verfahren z.B. mittels CT-Gerät, Angiographiegerät oder Ultraschallgerät. Ein EKG-Gerät ist bei akuter Lungenembolie nur bedingt geeignet.

Bilirubin-Messgeräte

Bilirubin, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes aus den roten Blutkörperchen, lässt sich mit einem Messgerät messen. Ist die Konzentration im Blut erhöht, kann das sowohl auf gefahrlose, als auch auf gefährliche Ursachen zurückzuführen sein. Bilirubinometer werden durch direkte Spektrophotometrie des unverdünnten Plasmas oder Serums meist bei der Diagnose einer Hyperbilirubinämie bei Neugeborenen eingesetzt. In der Regel wird die Absorption von Plasma von einem Filterphotometer übernommen. Bilirubin-Messgeräte können den Bilirubinspiegel bei Neugeborenen zuverlässig schätzen und weitere Blutentnahmen reduzieren.

Mit einem CO-Oximetriemodul kann Bilirubin auch in einem BGA-Gerät direkt photometrisch gemessen werden.

Harnanalysegeräte

Der Harn wird über die Nieren ausgeschieden, sodass Anzeichen von Krankheiten mit Hilfe eines Harnanalysegerätes nachgewiesen werden können. Ausgewertet werden können Parameter wie z.B. Albumin, Bilirubin, Protein, Glukose, rote Blutkörperchen, ph-Wert oder Schwangerschaftsnachweis. Der Nachweis erfolgt über das Reflexionsphotometer-Prinzip: die Reflexion einzelner Bestandteile wird von einer Fotozelle gemessen und operationalisiert.

Der Urinteststreifen kann vom Urinanalysegerät entweder vollautomatisch oder halbautomatisch ausgewertet werden. Weitere Unterschiede zwischen unterschiedlichen Geräten bestehen bei folgenden Punkten:

  • Größe des internen Speichers
  • integrierter Drucker
  • Datenübertragung
  • QR-Code Scanner
  • Teststreifen-Durchsatz

Laktatmessgeräte

Laktatmessgeräte sind vor allem in der Sportmedizin weit verbreitet, da sie den Laktat-Wert im Blut zügig bestimmen können. Laktate sind Salze der Milchsäure, welche verstärkt bei sportlicher Betätigung im anaeroben Bereich entstehen, also wenn die Muskulatur mehr Sauerstoff verbraucht, als durch Blut zugeführt werden kann. Diese leistungsdiagnostische Laktatmessung hilft bei der optimalen, individuellen Trainingsplanung von Athleten.

Meist können Laktatmessgeräte noch weitere Bestandteile messen, wie z.B. Cholesterin, Triglyzeriden und Glukose. Unterschiede zwischen den Geräten ergeben sich zum einen durch den Preis, als auch durch die Turnaround-Time. In der Regel wird das Ergebnis in 10 - 60 Sekunden angezeigt. Das Gewicht der handlichen Geräte beträgt je nach Modell etwa 50 - 500 g.

Spirometer

Das Spirometer ist ein Lungenfunktionsgerät (Lufu), mit dem sich Lungenfunktions- oder Atemtest durchführen lassen. Gemessen werden kann das Atemvolumen, also wieviel Luft in die Lunge ein- und ausgeatmet werden kann.

Bei Symptomen wie pfeifender Atem, Husten oder Kurzatmigkeit kann die Spirometrie Lungenerkrankungen wie z.B. Asthma, Bronchitis oder COPD diagnostizieren. Ebenso kann das Spirometer zur Verlaufskontrolle bei einer Behandlung einer Lungenkrankheit eingesetzt werden, bspw. um zu überprüfen, ob Medikamente oder die Benutzung von Inhalatoren wirksam ist. Auch zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit von Sportlern macht man sich das Lungenfunktionsgerät zunutze.

Bei der klassischen Spirometrie, wird im Ruhezustand der Atem über ein Mundstück vom Spirometer gemessen. Man nennt ihn auch kleinen Lungenfunktionstest. Daneben gibt es noch weitere Atemfunktionstests:

  • Spiro-Ergometrie
    • Lungenfunktionstest unter körperlicher Belastung
  • Peak-Flow-Messung
    • Messung der Ausatmungsgeschwindigkeit
    • Einsatz vor allem bei der Behandlung und Überwachung von Asthma
  • Ganzkörper-Plethysmografie (Body-Plethysmografie)
    • großer Lungenfunktionstest
    • Detaillierterer Nachweis einer Lungenerkrankung
    • Durchführung vom Lungenfacharzt (Pneumologe)

Vor dem Kauf eines Spirometers müssen Sie sich die Frage stellen, ob das Gerät auch außerhalb der Praxis eingesetzt werden soll. Falls es stationär genutzt werden soll, kann eine Schnittstelle hilfreich sein, um die erhobenen Daten direkt zu digitalisieren.

Spirometer Arten
Art Bemerkungen
Handspirometer
  • tragbares Gerät
  • ermöglicht Lungenfunktionstests auch bei Hausbesuchen außerhalb der Praxis
  • Ergebnisausgabe meist im PDF-Format
Tisch-Spirometer
  • kein mobiler Einsatz möglich
  • Drucker und Display vorhanden
  • modellabhängige Ermöglichung der Digitalisierung von Messdaten
PC-Spirometer
  • geeignet für die Praxis
  • Verbindung mit Computer per USB, Bluetooth oder Wlan
Spirometer mit Pulsoximetrie
  • zusätzliche Messung von Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes (Oximetrie) und Herzfrequenz (Puls)
SpiroErgometrie

Einige Spirometer, wie z.B. das Vitalograph ALPHA Connect, können sowohl stationär als auch mobil eingesetzt werden. Es verfügt über einen integrierten Thermodrucker, kann aber auch an die Praxis-EDV angeschlossen werden.

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