Digitale Röntgengeräte kaufen

Hier können Sie digitale Röntgengeräte kaufen - für jeden Fachbereich und jeden Anwendungszweck. Auch spezielle Röntgenapparate wie Dentalröntgengeräte, mobile Röntgenanlagen, C-Bögen, Mammographiegeräte, Angiographiegeräte oder Fluoroskopie-Durchleuchtungsanlagen können wir Ihnen vermitteln. Der Preis bestimmt sich maßgeblich dadurch, wie viele Konfigurationsmöglichkeiten die Röntgenmaschine hat und ob es ein Neu- oder Gebraucht-Gerät ist. Ein digitales Röntgensystem ist zwar teurer als sein analoges Pendant, bietet aber entscheidende Vorteile. Der Kauf eines Röntgensystems ist von vielen Faktoren abhänging und sollte gründlichst geplant werden. Lassen Sie sich hier beraten, stellen Sie Ihre kostenlose Kaufanfrage und holen Sie sich zwei Kaufangebote ein!

Inhaltsverzeichnis

Digitale Röntgensysteme - der moderne Qualitätsstandard

In Folge der wachsenden geriatrischen Bevölkerung wächst auch der Markt für Röntgengeräte in der Humanmedizin. Rund 63 % der Todesfälle in der geriatrischen Altersgruppe innerhalb der Europäischen Union sind auf Atemwegs- oder Herzerkrankungen zurückzuführen. Dieser Umstand führte zu einer Sensibilisierung und einer erhöhten Nachfrage nach Röntgengeräten. Der demographische Wandel und die altersbedingte Anfälligkeit für jene Erkrankungen befeuern die Nachfrage.

Der Fokus wird in Zukunft weiter auf digitalen Röntgensystemen liegen. Zwar nutzen aktuell noch rund die Hälfte aller deutschen Praxen die analoge Röntgentechnik, dass das filmbasierte Röntgen aber spätestens in 10 Jahre vollständig durch die digitale Röntgentechnik abgelöst wird, ist sehr wahrscheinlich. Ab dem Jahr 2000 hat die digitale Röntgentechnik signifikante Fortschritte gemacht. Wie in so vielen Bereichen des Lebens, wird die Digitalisierung auch im Röntgenbereich in Zukunft immer stärkeren Einzug erhalten. Der klassische Röntgenfilm ist ein Auslaufmodell!

Röntgengerät-Anwendungen

Dank des technischen Fortschritts und des Preisverfalls von Computer-Hardware und Speichermedien, sind digitale Röntgengeräte aus medizinischen (radiologischen, orthopädischen oder chirurgischen) Einrichtungen kaum mehr wegzudenken. In folgenden Bereichen kommen (digitale) Röntgengeräte zum Einsatz:

  • Röntgendiagnostik
    • Röntgenaufnahmen
    • Computertomographie, Angiographie, Mammographie uvw.
  • Röntgentherapie (Orthovolttherapie)
  • Arthrose
  • Fersensporn
  • Tennisellenbogen

Auch Abseits der Medizin werden Röntgengerät eingesetzt. Nennenswert ist hier beispielsweise der Industriesektor (Röntgeninspektion) oder die Handgepäck-Kontrolle am Flughafen.

Röntgengeräte Arten

CT Geräte

Die Computertomographie (CT) ist ein Röntgenverfahren, bei dem das CT-Gerät bzw. das integrierte Röntgengerät kreisförmig und aus verschiedenen Winkeln Schichtbilder vom Patienten aufnimmt. Die CT-Untersuchung kommt dann zum Einsatz, wenn mögliche Veränderungen an der Körperstruktur (Knochenbrüche, Blutungen, Tumore etc.) ausfindig gemacht werden sollen.

Dental-Röntgengeräte

Dentalröntgengeräte sind in der Zahnheilkunde, beispielsweise bei der Karies- oder Parodontal-Diagnostik, unverzichtbar. Von einfachen zweidimensionalen Einzelaufnahmen mit einem Intraoral Röntgengerät, über Panoramaschichtaufnahmen mit einem OPG-Gerät bis hin zum 3D-Modell mit einem DVT-Gerät ist die Röntgentechnik in jenem Fachbereich auf einem fortgeschrittenen Stand. Die Umstellung von analog auf digital ist in deutschen Zahnarztpraxen aber noch lange nicht abgeschlossen.

Mobile (Mobilette) und tragbare Röntgengeräte

Mobile Röntgengeräte (Mobilette) können dank angebrachter Rollen flexibel von einem Patientenzimmer ins andere geschoben werden. Röntgen direkt am Patientenbett ist ebenfalls kein Problem, das gestaltet vor allem das Röntgen von Patienten, die beispielsweise auf einen Inkubator angewiesen sind, sehr einfach. Da Sie relativ kompakt sind, kommen sie auch auf der beengten Intensivstation oder Notaufnahme zum Einsatz. Ebenso gibt es tragbare Röntgengeräte, die hauptsächlich im veterinärmedizinischen Kontext zum Einsatz kommen.

Tragbare Röntgengeräte sind prädestiniert für die Veterinär-, Notfall- und Rettungs-Medizin. Sie sind entweder als Zweiradwagen-, Monoblock- oder Koffer-Gerät erhältlich und verfügen über einen integrierten Akku. Je nach Modell wiegen Portable Röntgengeräte zwischen 8 - 20 kg.

Erfahren Sie hier mehr über tragbare und mobile Röntgengeräte bzw. holen Sie sich dort zwei kostenlose Kaufangebote ein!

C-Bogen

Der C-Bogen ist ein besonderes mobiles Röntgengerät, welches seinen Namen durch seine Formgebung erhalten halt. Der C-Arm vereint Röntgenquelle und Röntgendetektor und ermöglicht Aufnahmen aus nahezu jedem Winkel. Der große Vorteil vom Röntgenbogen ist seine Mobilität. Zur Auswahl stehen entweder fahrbare bodengebundene C-Bogen-Systeme mit Rollen oder deckenmontierte Systeme. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch bodengebundene Röntgengeräte gibt, diese bauartbedingt aber relativ unflexibel sind.

Knochendichtemessgeräte

Knochendichtemessgeräte werden zur Bestimmung der Knochendichte eingesetzt. Hauptanwendungszweck der Osteodensitometrie ist die Früherkennung von Osteoporose. Es gibt verschiedene Mess-Verfahren, wobei die DXA-/Dexa-Messung (und die Quantitative Computertomografie) funktioniert über Röntgenstrahlung.

Mammographiegeräte - Zur Früherkennung von Brustkrebs

Im Rahmen der Früherkennung von Brustkrebs macht man sich die Röntgentechnik in Form von Mammographiegeräten zu Nutze. Das Mammographie-Screening-Programm soll möglichen Brustkrebs bei Frauen ab 50 Jahren schon im Anfangsstadium entdecken, um so eine schonende Behandlung zu ermöglichen und die Chance auf Heilung zu erhöhen.

Die digitale Mammographie wird auch als digitale Vollfeld-Mammographie bezeichnet und ermöglicht mammographische Aufnahmen der Brust bei niedriger Röntgenstrahlung dank sensitiver digitaler Bilddetektoren. Gleichzeitig besteht jedoch auch die Möglichkeit, günstigere analoge Mammographiegeräte zu kaufen. Diese lassen sich mittels Speicherfolien-Lesegerät (CR-System) auch auf digitale Mammographie upgraden.

Angiographiegeräte

Mit Angiographiegeräten können in einem invasiven Verfahren Gefäße dargestellt werden. Die Schichtung und Subtraktion aus “Röntgenbild + ohne Kontrastmittel” und “Röntgenbild + mit Kontrastmittel” wird auch Digitale Subtraktions-Angiographie (DSA) genannt. Als Ergebnis dieser digitalen Subtraktion werden ausschließlich die Gefäße sichtbar gemacht. Neben Röntgen-Angiographiegeräten gibts es auch noch CT- oder MR-Angiographiegeräte.

Fluoroskopie Durchleuchtungsanlagen

Durchleuchtungsgeräte kommen in der Fluoroskopie zum Einsatz, wenn “Echtzeit-Untersuchungen” vom Patienten erstellt werden sollen. Bei der Röntgendurchleuchtung erzeugt die Kamera jedoch nicht nur ein Bild, sondern eine ganze Bilder-Sequenz vom Körperinneren. Dadurch können dynamische Abläufe, wie z.B. Schluckvorgänge oder die Funktionsüberprüfung von Kniegelenkimplantaten sichtbar gemacht werden.

Für Veterinäre: Tiere röntgen

Röntgengeräte für die Veterinärmedizin unterscheiden sich von humanmedizinischen Röntgengeräten geringfügig. Da Tiere unruhiger sind als Menschen, werden an solche Geräte besondere Anforderungen gestellt. Je nachdem, ob das Röntgengerät für eine Kleintier- oder Großtier-Praxis bestimmt ist, unterscheiden sich auch die Modelle. Weiter bietet der Markt auch spezielle Dental-Röntgengeräte, mobile oder tragbare sowie stationäre Röntgenanlagen für Tiere an.

Gebrauchte Röntgengeräte

Gebrauchte Röntgengeräte können eine sinnvolle Alternativ zu einem Neugerät darstellen. Pauschal lässt sich sagen, dass gebrauchte Röntgenanlagen im Schnitt rund 30% günstiger sind. Der Preis ist beispielsweise abhängig vom Alter des Gerätes und dem Zählerstand der Röhre. Prüfen Sie beim Privatkauf vorab, ob Ihnen eine Garantie gewährt wird, sodass Sie im Falle eines Totalausfalls finanziell abgesichert sind. Wenn Sie das Gebrauchtgerät beim Händler kaufen, bekommen Sie eine gesetzliche Gewährleistung über mindestens 6 Monate.

Röntgengerät Preise und Kosten

Die Preise für Röntgengeräte variieren stark. Die großen Preisdifferenzen erklären sich zum einen durch die Technik, die der Röntgenapparat haben soll, und den jeweiligen Einsatzbereich. Bedenken Sie, dass Sie beim Kauf eines analogen Röntgengeräts zusätzlich noch einen Speicherfolienscanner (ca 20.000 €) oder Flachbilddetektor benötigen, sofern sie auf digitales Röntgen umsteigen wollen.

Nachfolgend eine Auflistung der Röntgengerät-Preise, allerdings ohne Gewähr. Hier handelt es sich lediglich um Richtpreise. Bei konkretem Interesse können Sie uns gerne kontaktieren und wir schauen mit Ihnen gemeinsam, welche unserer Partner Sie bei Ihrem Projekt bestmöglich unterstützen können.

Röntgengeräte Preise
Gerätetyp Preis (Neu, in €, netto)

Human

CT-Geräte 130.000 - 700.000
Mammographiegeräte 100.000 - 200.000
Durchleuchtungsanlagen 42.500 - 160.000
Mobile Röntgengeräte (analog) 17.000 - 33.000
Mobile Röntgengeräte (digital) 35.000 - 60.000
Röntgengeräte Rasterwand und Tischsysteme (analog) 22.000 - 45.000
Röntgengeräte Rasterwand und Tischsysteme (digital) 35.000 - 100.000
Deckensysteme Ab 90.000
C-Bögen Ab 50.000
Mini C-Bögen (bspw. Handchirurgie) Ab 70.000
Knochendichtemessgeräte Ab 25.000
Angiographiegeräte Auf Anfrage

Dental

DVT 55.000 - 100.000
OPG 18.000 - 60.000
Intraoral (Kleinröntgen) 3.800 - 7.500

Veterinär

CT-Geräte 130.000 - 700.000
C-Bögen Ab 50.000
Röntgengeräte (analog, stationär bzw. mit Rollen) 10.000 - 25.000
Röntgengeräte (digital,stationär bzw. mit Rollen) 22.000 - 55.000
Tragbare Röntgengeräte Ab 12.000

In die Kalkulation sollten auch die Röntgengerät-Kosten über den gesamten Lebenszyklus mit einbezogen werden:

  • Kaufprozess (Zeit und Geld für die Vorbereitung der Anschaffungsentscheidung)
  • Anschaffungskosten des Röntgenarbeitsplatzes und aller zusätzlichen Komponenten
  • Installation (Umbauarbeiten, Einbau/Umbau Klimaanlage)
  • Entsorgungskosten
  • Fixkosten (Service-Verträge für Röntgengerät und Klimaanalage, Modernisierung/Ersatz der Monitore, Miete, etc.)
  • Betriebskosten (Strom für Röntgengerät und Klimaanlage)
  • Verbrauchsmaterialien (Handschuhe, Reinigungsmittel, Medien, etc.)
  • Interne Personalkosten

Röntgengeräte Hersteller für die Humanmedizin

Es existieren viele Röntgengeräte Hersteller, es sind jedoch nicht alle ausnahmslos zu empfehlen. Es sollte sichergestellt sein, dass Ihr anvisierter Hersteller Ihnen auch nach Kaufabschluss mit Serviceleistungen (Geräteeinweisung, Wartung etc.) dienlich ist, bzw. er nicht zu nischig ist, sodass es keine Röntgentechniker gibt, die Ihr Röntgengerät warten können. Bei folgenden Herstellern sind Sie in puncto Qualität, Service und Ersatzteile gut umsorgt:

Vergleich digitales und analoges Röntgen - Vorteile und Nachteile

Digitale Röntgengeräte können im Vergleich mit analogen Röntgengeräten viele Vorteile vorweisen. Das digitale Röntgen kann vor allem bei der Strahlenexposition, den Kosten, im unbegrenzten Speicherplatz für Röntgenbilder, der Umweltfreundlichkeit, der Platzersparnis (digitale Röntgenanlage meist weniger sperrig als analoge Geräte + keine Kabel bei drahtloser Nutzung) und der gleichbleibend hohen Bildqualität.

Vorteile und Nachteile von analogem und digitalem Röntgen

Analoges Röntgen

Direktes digitales Röntgen

Medizinisch

Gewöhnliche Röntgengeräte verwenden eine hohe Strahlendosis.

Neue Flachbildschirmdetektoren ermöglichen die Verwendung einer niedrigen Strahlendosis.

Notwendigkeit der Wiederholung von Röntgenaufnahmen aufgrund schlechter Bildqualität

konstante Qualität, da die automatische Belichtungssteuerung s/w eine erneute Röntgenaufnahme überflüssig macht

lediglich eine lokale Papierkopie

einfache Verfügbarkeit auch in der Cloud für Qualitätskontrolle und Forschung

Technisch / Qualitativ

Kosten zwischen € 2,50 - € 3,50 pro Bild

Kosten zwischen € 0,30 - € 1,50 pro Bild (abhängig vom täglichen Durchsatz inklusive Wertverlust und Wartung)

schlechte Bild- oder Darstellungsqualität

gleichbleibend hohe Bildqualität

schlechte Filmentwicklung erzeugt nutzlose Bilder

keine Entwicklung erforderlich

Verzögerung zwischen Röntgenaufnahme und Bildverfügbarkeit

sofortige Verfügbarkeit des Bildes (auch über Internet)

Bildarchivierung arbeitsintensiv, teilweise ungenau

einfache Speicherung und sofortiger Zugriff auf archivierte Bilder, automatische Backup-Möglichkeit

chemische Abfälle verursachen Umweltschäden

saubere Technologie, kein Film und keine Chemikalien erforderlich; kann mit Batterien und Solarstrom betrieben werden

Vergleich zwischen analogem, Phosphor (CR) und direktem Röntgen

Röntgeneigenschaften

Analog (Film)

CR (Phosphor)

DR (direkt)

Computergestützte Erkennung von TB

nein

nein

ja

Niedrige Dosis - hohe Bildqualität

nein

ja/nein

ja

Bilder pro Stunde

30

30

60

Bildkosten (pro Durchsatz)

€ 2,50 - 3,50

€ 0,60 - 1,55

€ 0,30 - 1,50

Sofortige Bildverfügbarkeit

nein

nein

ja

Bildübertragung über das Internet (WLAN)

nein

ja

ja

Datenmanagement-Tools

nein

ja

ja

Verbrauchsmaterial-Eliminierung

nein

ja

ja

Röntgengerät Aufbau

Der Aufbau eines Standard-Röntgengeräts besteht im Kern aus 5 Haupt-Bestandteilen:

  • Röntgenröhre
  • Hochspannungsnetzteil
  • Röntgengenerator (Steuereinheit)
  • Bild-Detektor
  • Peripheriegeräte (Befundungsmonitor, Röntgentisch etc.)

Die Röntgenröhre (Röntgenstrahler) wird vom Röntgengenerator angesteuert. Der Generator erzeugt die Hochspannung und liefert die Energie für den Betrieb der Röntgenröhre. Die erzeugte Spannung kann, je nach Anwendung, zwischen 30 kV und 130 kV liegen.

Die Röntgenstrahlung wird innerhalb der Röhre, genauer gesagt im Vakuumzylinder bei ca. 2000°C erzeugt. Die Glühkathode erzeugt Elektronen mittels Heizstrom (mAs) und emittiert/beschleunigt diese durch Hochspannung (kV) durch die Vakuumröhre. Anschließend werden die Elektronen durch die Anode abgebremst - es entsteht ein elektrisches Feld zwischen Kathode und Anode. Die bei der Abbremsung entstehende Energie wird teilweise in Röntgenstrahlung und größtenteils in Wärme abgegeben, weswegen die Anode meistens mit Öl gekühlt werden muss. Um die Hitze gleichmäßiger zu verteilen, wird die Anode auf einem Drehteller gedreht. Der Stromfluss wird solange gepulst, bis die gewünschte Menge an Röntgenstrahlen auftritt. Die Röntgenstrahlen durchdringen das zu untersuchende Körperteil und werden auf dem hinter dem Körperteil liegenden Röntgendetektor (analoger Röntgenfilm oder moderne Bild-Detektoren) fokussiert.

Die erzeugte Röntgenstrahlung durchdringt den Patienten. Je nach Anwendung entsteht beim durchleuchten Streustrahlung, die durch ein Streustrahlenraster (Bucky-Blende) vor dem Detektor abgefangen wird. So entsteht ein klares Bild mit hohem Kontrast. Unter Umständen muss oder kann auf das Röntgenraster verzichtet werden, zum Beispiel, um die benötigte Dosis niedrig zu halten, oder weil nicht viel Streustrahlung erwartet wird.

Bevor Sie sich ein Röntgengerät kaufen, informieren Sie sich über das verbaute Anodenmaterial, damit Ihre Röntgenanlage möglichst lange reparaturfrei bleibt. Das Universitätsklinikum Mannheim achtet dabei auf folgende Qualitätskriterien:

  • Wirkungsgrad der Strahlenausbeute
  • Maximal spezifische Belastung
  • Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit

Im Idealfall besitzt die Anode eine Wolfram-Rhenium Legierung.

Analoges Röntgengerät umrüsten auf digital - CR und DR

Bevor Sie sich ein digitales Röntgengerät kaufen, können Sie auch die Aufrüstung Ihrer analogen Röntgenanlage in Betracht ziehen. Ihr altes Film-Folien-System lässt sich durch digitale Detektoren ersetzen. Die digitalen Bilddetektoren können in zwei verschiedenen technologischen Herangehensweisen zum Einsatz kommen: Röntgenspeicherfolien (Computer-Radiographie, CR) oder Flachbilddetektor (Direktradiographie, DR). Die Röntgenspeicherfolie war die erste kommerziell verfügbare digitale Röntgentechnologie und erlaubt einen kosteneffektiven Digital-Übergang, da sie in bestehende analoge Röntgengeräte integrierbar ist. Um die Speicherfolien auszulesen, wird zusätzlich ein Speicherfolienscanner benötigt. Mittlerweile sind auch Flachbilddetektoren verfügbar, die die Röntgenbilder unmittelbar auf dem Bildschirm darstellen können. Die Umrüstung auf ein digitales Röntgensystem ist meist günstiger als der Neukauf eines digitalen Röntgengeräts.

Wenn ein analoges System aufgerüstet oder ersetzt wird, so ist oft ein Argument, dass mehr Patienten bedient werden können. Hierbei wird häufig nicht beachtet, dass dies u.U. durch andere Umstände verhindert wird. Beispielsweise wird die Anzahl der Wechselkabinen oft nicht entsprechend aufgestockt, so dass das neue Gerät nicht die geplante Erhöhung der Patientenzahl erreichen kann. Dagegen kann u.U. der Warteraum kleiner werden, da mehr Patienten mit kürzerer Wartezeit bedient werden können. Dies ist aber nur der Fall, wenn entweder ein System mit zwei Detektoren angeschafft wird, oder die Patienten vorher schon so bestellt werden können, dass nur ein- oder zweimal am Tag umgebaut werden muss.

Wenn eine Umrüstung nicht in Frage kommt, dann können Sie bei uns auch ihr altes Röntgengerät verkaufen.

Digitale Röntgendetektor-Arten

Röntgenstrahlen, die den Patientenkörper durchdringen, können von einem Röntgendetektor absorbiert werden und so ein Röntgenbild ermöglichen. Innerhalb der digitalen Röntgendetektoren wird zwischen folgenden Detektor-Typen unterschieden:

Röntgendetektor Arten
Indirekte Röntgendetektoren
Röntgenstrahlung wird durch einen Szintillator (üblicherweise Cäsiumjodid (CsJ)) in niederenergetisches (sichtbares) Licht konvertiert. Dieses Licht wird dann von einem Detektor in elektrische Ladung umgewandelt. Diese Detektoren sind als amorphe Fotodetektoren aus Silizium (a-Se) oder als Dünnfilmtransistoren (TFTs), die direkt auf dem Szintillator angebracht sind, verfügbar. Man kann sie sowohl stationär als auch mobil verwenden, und sie werden entweder per Kabel an den Computer angeschlossen, oder sie übertragen die Daten drahtlos.
Direkte Röntgendetektoren
CCD Charge coupled devices (CCDs) sind in der digitalen Radiographie selten. Auch hier wandelt ein Szintillator (hier meist als seltene Erden) die Röntgenstrahlung in sichtbares Licht um. Dieses Licht wird mittels Spiegel oder durch Linsen auf das CCD projiziert. Da CCDs sehr kleine Flächen haben, muss das Bild stark verkleinert werden. Dies kann einen Effekt auf die Bildqualität und die Tiefe der Detektoren haben; bei indirekten oder direkten Röntgendetektoren wird die Tiefe nicht beeinflusst.
LSSR Linear Slot Scanning Radiographie (LSSR) nutzt ein schmales CCD Array und ein schmales Röntgenband, das die Körperregion scannt (üblicherweise mit einem mechanischen Schlitten). Da diese Systeme sehr gut gegen Streustrahlung abgeschirmt sind, kann die Patientendosis durch diese Technologie für große Scans reduziert werden.Der größte Unterschied zwischen den Detektoren ist die Tiefe. Dabei sind die direkten und indirekten Sensoren so schmal, dass sie häufig in die Kassettenhalterung alter Systeme passen. So ist es möglich, ältere Systeme auf digitale Technik umzustellen.

Silizium ist als Halbleitermaterial nur bedingt geeignet. Es muss viel ionisierende Strahlung erzeugt werden, da Silizium relativ ineffizient bei der Absorption von Röntgenstrahlung ist. Perowskit (ein Calciumtitanoxid-Mineral ) hingegen, ein Material, welches üblicherweise in Solarzellen eingesetzt wird, erhöht die Empfindlichkeit im Gegensatz zu konventionellen Detektoren um das 100-fache. Die höhere Empfindlichkeit führt zu einer geringeren Strahlenexposition und einer besseren Bildqualität.

Was für Konsequenzen ergeben sich aus der Wahl des Röntgendetektors? Ein direkter oder indirekter Detektor kann aus einem einzelnen a-Si-Stück bestehen. Häufig werden aus Kostengründen aber mehrere Kacheln benutzt (von außen nicht zu erkennen). Diese Kacheln sind jeweils unabhängige Detektoren, zwischen denen ein kleiner Spalt besteht und deren Daten später vom Computer zu einem vollständigen Bild zusammengefügt werden müssen. Hier besteht die Gefahr von Artefakten auf dem Bild.

Auch benötigen alle Detektoren geregelte Umweltbedingungen. Dies betrifft insbesondere Temperatur, Temperaturänderungen und Luftfeuchtigkeit. Während die Gefahr einer zu niedrigen Temperatur bei fest installierten Systemen nach der Inbetriebnahme praktisch ausgeschlossen ist, können auch zu hohe Temperaturen die Sensoren irreparabel schädigen oder die Lebensdauer erheblich verkürzen.

Wird das System sehr gut ausgelastet (>80% Auslastung), ist ein Röntgensystem mit zwei Röntgendetektoren sinnvoll. Dabei wird ein Detektor auf einem Tisch und ein weiterer für stehende Aufnahmen verwendet. So lassen sich die Arbeitsprozesse vereinfachen und Umbauarbeiten vermeiden.

Digitale Bildverarbeitung - Röntgenbilder einfacher interpretieren

Beim Röntgengeräte Kauf sollte man ebenfalls Wert auf eine gute automatische Bildaufbereitung sowie eine bedienbare manuelle Bearbeitungssoftware legen.

Die automatische Bildaufbereitung muss die Rohdaten durch die Anwendung von Standardkorrekturen so aufbereiten, dass das Bild verwendbar wird. So müssen dauerhaft fehlerhafte Pixel retuschiert und Variationen in der Detektorsensitivität automatisch korrigiert werden. Die dazu notwendige Eichung kann durch den Anwender oder während des regulären Services gemacht werden.

Im Gegensatz zu analogen Filmaufnahmen sollte es durch die digitale Bildverarbeitung möglich sein, unter- bzw. überbelichtete Flächen aus mehreren Aufnahmen so zu kombinieren, dass alle für die Diagnose relevanten Informationen auf einem Bild zu sehen sind.

Da die Bildverarbeitung und die möglichen Filter und Darstellungen heute sehr vielfältig sind, es aber keinen übergreifenden Standard gibt, sollte sich jeder Radiologe mögliche Darstellungen der verfügbaren Geräte zeigen lassen. Die meisten Hersteller können die Ausgabe so einstellen, dass sie den lokalen Anforderungen entspricht. Darüber hinaus haben manche Hersteller auch die Möglichkeit, die Einstellungen auf jeden einzelnen Radiologen individuell abzustimmen. Dies kann von Vorteil sein, man sollte jedoch beachten, dass die Bilder u.U. von Kollegen schnell interpretiert werden müssen und später Teil der Patientenakte werden.

DICOM-Standard für reibungslosen Austausch von Daten

Der DICOM-Standard (Digital Imaging and Communications in Medicine) ist ein Dateiformat, welcher einen geräteübergreifenden Austausch von medizinischen Daten ermöglichen soll. DICOM entstand in Folge des Aufkommen zahlreicher anderer Dateiformate. Die Vielzahl der Dateiformate hat dazu geführt, dass die Kompatibilität beim Austausch von Röntgenbildern zwischen verschiedenen Ärzten nicht mehr gegeben war. Für Zahnarztpraxen sollte DICOM ab dem 01.01.2020 gemäß einer Entscheidung des Länderausschusses Röntgenverordnung (LA RöV) im Jahre 2014 gesetzlich vorgeschrieben sein (DIN 6862-2:2019:09). Die DICOM-Pflicht wurde jedoch bis auf weiteres ausgesetzt, so diverse kassenärztliche Vereinigungen, wie z.B. die KZVRLP. Früher oder später wird diese Pflicht kommen. Falls sie vorhaben ein altes gebrauchtes Röntgengerät zu kaufen, dann sollten Sie darauf achten, dass dieses DICOM-kompatibel ist.

In diesem Zusammenhang ist die Standardlösung PACS (Picture Archiving and Communication System) zur Speicherung digitaler Bilddaten zu nennen. Mit Hilfe dieses Kommunikationssystems können Aufnahmen aus sämtlichen bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Endoskopie etc.) zentral verarbeitet, verwaltet und archiviert werden.

Tipp: Die meisten Hersteller von Röntgengeräten bieten Serviceverträge an, die neben dem Ersatz des Röntgendetektors (Lebendsdauer ca. 7 Jahre) auch Software-Upgrades abdecken. Vor dem Kauf sollte geklärt werden ob zukünftige Software Upgrades mit dem Kaufpreis abgegolten oder Teil des Servicevertrags sind. Weiterhin gilt zu klären, wer die Kosten für die Anschaffung und Installation trägt, wenn der Rechner in Folge eines Updates ersetzt werden muss. Diese Kosten fließen in die Wirtschaftlichkeitsrechnung mit ein.

Maximale Tragkraft berücksichtigen

Die Tragkraft Ihres Röntgengeräts bzw. des Röntgentischs ist begrenzt. Damit Sie nicht in die missliche Lage kommen, einem adipösen Patienten die Röntgenuntersuchung zu verweigern, sollten Sie diesen Aspekt vor dem Kauf in Ihren Entscheidungsprozess mit einfließen lassen. Wenn Sie ein neues digitales Röntgengerät kaufen möchten bzw. einen Röntgentisch, dann sollte dieser ein Gewicht bis zu 200 oder 250 kg tragen können.

Rechtliches und Vorschriften

Wenn Sie ein Röntgengerät kaufen möchten, dann ziehen Sie auch die zahlreichen gesetzlichen Vorgaben mit in Ihre Kalkulation ein. Mit dem bloßen Kaufpreis ist es nicht getan: als Röntgenverwantwortlicher haben Sie dafür Sorge zu tragen, dass Ihre Röntgenanlage regelmäßig von einem Sachverständigen geprüft wird (ca. 650 € pro TÜV-Prüfung), Sie einen qualifizierten Strahlenschutzbeauftragten ernennen und bestimmte Dokumente vorschriftsmäßig aufbewahren. Das kostet Sie nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Aufwand. Als Grundlage sind hier das Medizinproduktegesetz (MPG), die Medizinprodukte-Betreiberverordnung und die Strahlenschutzverordnung heranzuziehen.

Röntgengerät werden in die Risikoklasse IIb eingeteilt

Röntgengeräte sind gemäß § 3 MPG als Medizinprodukt definiert. Jedes Medizinprodukt wird hinsichtlich seines Anwendungsrisikos wiederum in verschiedene Risikoklassen (Medizinproduktklassen) unterteilt. Die Klassifizierung eines Medizinprodukts in eine der 4 Risikoklassen (I, IIa, IIb, III) basiert auf dem Regelwerk des Anhangs IX der EU-Richtlinie 93/42/EWG. Dort heißt es: “Aktive Produkte, die zum Aussenden ionisierender Strahlung sowie für die radiologische Diagnostik oder die radiologische Therapie bestimmt sind, einschließlich Produkte, die solche Produkte steuern oder kontrollieren oder die deren Leistung unmittelbar beeinflussen, werden der Klasse IIb zugeordnet.” Demnach werden Röntgengeräte in die Risikoklasse IIb eingeteilt.

Messtechnische Kontrolle (MTK) und sicherheitstechnische Kontrolle (STK)

Das Betreiben eines Röntgengeräts unterliegt nicht nur dem Medizinproduktgesetz, sondern auch der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV). Demnach müssen sich Röntgenanlagen spätestens alle zwei Jahre einer STK (Sicherheitstechnische Kontrolle gemäß §11 MPBetreibV) und einer MTK (Messtechnische Kontrolle gemäß §14 MPBetreibV, ehemals Eichung) unterziehen. Gibt der Röntgenhersteller abweichende Prüffristen vor, so sind diese vorzuziehen. Die Prüfinhalte (Bsp: Konstanzprüfung, Kassettenprüfung, Prüfung auf Artefaktfreiheit, Röntgenschürzen-Prüfung etc.) sind geräteabhängig.

Strahlenschutzverordnung, Sachverständigenprüfung, Wartung und Prüfung

Die neue „Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung“ (Strahlenschutzverordnung, StrlSchV) trat am 31.12.2018 in Kraft und regelt u.a. den gesetzlich vorgeschriebenen Umgang mit medizinischen Röntgengeräten. Mit Inkrafttreten der neuen Strahlenschutzverordnung, verliert die vorig geltende Strahlenschutzverordnung, sowie die ehemaligen Röntgenverordnung (RöV) Ihre Legitimation.

Röntgengeräte können ionisierende Strahlung aussenden, die für den Menschen gefährlich werden können. Eine zu hohe Strahlendosis kann bei unsachgemäßen Umgang oder technischen Mängeln gesundheitsgefährdend auf Patienten und Mitarbeiter einwirken. Aus diesem Grund muss der Betreiber des Röntgengeräts gewährleisten, dass der gesetzlich vorgeschriebene Strahlenschutz eingehalten wird. Nachfolgend ein kleiner Auszug daraus:

  • Der Strahlenschutzverantwortliche muss die Röntgeneinrichtungen mindestens alle fünf Jahre von einem bestimmten Sachverständigen prüfen lassen
    • Sachverständigenprüfung auch vor Inbetriebnahme des Röntgengeräts
  • Ernennung eines (oder mehreren) geeigneten Strahlenschutzbeauftragten zur Erfüllung der Strahlenschutzanweisungen
  • Pflicht zur Aufbewahrung der Röntgen-Aufzeichnungen, -Bilder und sonstigen Untersuchungsdaten über 30 Jahre
  • Die Röntgeneinrichtung darf nur in einem Röntgenraum betrieben werden

Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie

Bevor abrechenbare Leistungen mit einem Röntgengerät erbracht werden, muss die kassenärztliche Vereinigung die Genehmigung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V erteilen. Gemäß der daran anlehnenden Vereinbarung muss beispielsweise ein anerkanntes Zeugnis der fachlichen Befähigung erbracht werden.

Röntgengerät transportieren

Steht bei Ihnen ein Klinik- oder Praxis-Umzug bevor, so sollten Sie den Transport von hochpreisigen Medizingeräten nicht mit einem gewöhnlichen privaten Umzug vergleichen. Die Röntgenanlage muss fachgerecht demontiert, verpackt, transportiert und am Zielort wieder installiert werden. Auch hierfür gibt es geeignete Unternehmen, die Röntgengeräte transportieren, sowie demontieren und installieren können. Ansonsten müssen Sie sich bezüglich gesonderter Auflagen beim Transport von Röntgengeräten keine Sorgen machen: Befindet sich der Röntgenapparat In ausgeschaltetem Zustand, so geht von ihm aufgrund der nicht vorhandenen Reststrahlung keine Gefährdung aus, so die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

Reparatur und Instandsetzung: Kosten und Tipps

Die Lebensdauer eines Röntgengeräts beträgt etwa maximal 14 Jahre. Die Dauer bestimmt sich je nachdem wie häufig der Röntgenapparat im Einsatz ist und welche Komponenten verbaut worden sind. Zwischenzeitlich ist es sehr wahrscheinlich, das Verschleißteile defekt gehen oder ein Austausch von Strahlern oder Detektoren gegen höherwertige Systeme ansteht.

Wenn Sie eine Röntgenanlage von einem namhaften Hersteller besitzen, können Sie von einem guten Service auch nach Kaufabschluss ausgehen. Hinsichtlich der Röntgengerät-Reparatur sollten Sie jedoch von einem Stundenlohn von über 180 € pro Stunde ausgehen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, auf Röntgengeräte-Instandsetzung (Instandhaltung) spezialisierte Unternehmen damit zu beauftragen. In diesem Fall können Sie den Stundenlohn in etwa auf 100 € pro Stunde halbieren.

Sie können Reparaturkosten einsparen, wenn sie auf bestimmte Bauteile/Techniken setzen. Die Lebensdauer eines Röntgengeräts kann verlängert werden, durch:

  • Gepulste Röntgenstrahlung (verringert zusätzlich Strahlenexposition)
  • Warn- und Schutz-Systeme vor betriebsbedingter Überlastung
  • Erfahrung der Mitarbeiter: Unnötige Wiederholung von Röntgenaufnahmen durch Fehlbelichtung und inkorrekte Objektpositionierung oder Wendelverschleiß durch zu lange Vorbereitungszeit bis zur Auflösung
  • Einsatz moderner Film- und Folientypen

Nutzungsdauer und steuerliche Abschreibung

Mit einer Abschreibung können Sie Ihre Steuerlast durch den Erwerb eines Wirtschaftsgutes drücken - Getreu nach dem Motto: Jetzt bezahlen und später steuerlich absetzen. Die Abschreibungsdauer für Röntgengeräte können Sie der AfA-Tabelle des Bundesministerium der Finanzen entnehmen. Demnach ergeben sich für Röntgengeräte sowie Röntgenbildbetrachter folgende Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer von Röntgengeräten und Röntgenbildbetrachter
Lfd. Nr. Anlagegüter Nutzungsdauer (ND) i.J. Linearer AfA-Satz v.H.
84 Röntgenbildbetrachter 10 10
85 Röntgengeräte 8 12

Altes Röntgengerät entsorgen - Wer trägt die Kosten?

Wenn Sie Ihr altes Röntgengerät entsorgen möchten, so haben Sie sich auch hier an bestimmte gesetzliche Vorgaben zu halten. Hier kommt die Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) zum Tragen: Röntgengeräte können dem Abfallschlüssel 16 02 13* (möglicherweise auch 16 02 10* wenn PCB enthalten) zugewiesen werden. Aufgrund gefährlicher Röntgengerät-Bauteile wie Öl zur Kühlung oder (möglicher) bleihaltiger Elemente ist die Röntgenanlage dementsprechend als gefährlicher Abfall einzuordnen.

Als Praxisinhaber sind Sie nur unter einer Bedingung für eine fachgerechte Entsorgung verantwortlich. Haben Sie das Röntgenapparat vor dem 13.08.2005 in Verkehr gebracht, so stehen Sie in der Pflicht, das Röntgengerät ordnungsgemäß zu entsorgen. Haben Sie die Röntgenmaschine nach diesem Stichtag erworben, so ist der Gerätehersteller der Entsorgungspflichtige. Er muss Ihnen eine zumutbare Möglichkeit zur Rückgabe gewähren (§ 19 ElektroG). Für die Kosten der Entsorgung aufzukommen hat derjenige, der der Entsorgungspflichtige ist.

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