Medizinische Ultraschallgeräte

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Inhaltsverzeichnis

Ultraschallgeräte in der Medizin

Medizinische Ultraschallgeräte (Sonographiegeräte, Sonogeräte) werden im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) am Patienten eingesetzt. Der zum Ultraschallsystem gehörende Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen an das zu untersuchende Organ/Gewebe im Patienten und empfängt diese sodann wieder. Das Sonographiegerät verarbeitet die reflektierten Echos, wobei die Reflektion abhängig ist von der Gewebestruktur, sodass am angeschlossenen Monitor folglich das Ultraschallbild (Sonogramm). Moderne 4D-Sonogeräte ermöglichen sogar Live-Ultraschall-Videos.

Ultraschallgeräte finden in der Medizin breite Anwendung. Von der Allgemeinmedizin über die innere Medizin bis hin zur Urologie und anderen Fachbereichen machen sich Ärzte die strahlungsfreie, in der Regel nicht invasive und patientenschonende Sonographie zu Nutze. Beispiele hierfür wären die Schwangerschaftsvorsorge, Herzultraschall (Echokardiografie), Biopsie, Tumorerkennung oder die Beurteilung von Weichgewebe und Organen. In der Physiotherapie nutzt man spezielle Ultraschallsysteme, die keine diagnostischen Informationen liefern, jedoch therapeutisch Heilungsprozesse in der jeweiligen Fokuszone fördern können.

Allgemeiner lässt sich die medizinische Anwendung von Ultraschall grob in folgende Bereiche klassifizieren:

  • Diagnostik, Ultraschalluntersuchung aufgrund von Symptomen
  • Basis-Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft
  • Notfall-Ultraschall am Point of Care
  • Ultraschalltherapie und -Überwachung

Info: Ultraschallgeräte sind auch in anderen Branchen wiederzufinden. Zu nennen wäre hier der kosmetische Ultraschall bei Hautproblemen oder Ultraschallreinigungsgeräte für die Industrie oder Instrumentenaufbereitung.

Allgemeinmedizin und Innere Medizin

Im Rahmen des Studiums der Allgemeinmedizin setzt sich die DEGUM stark für die Lehre der Sonographie an den Universitäten ein. Für die Ultraschall-Abrechnung nach EBM oder GOÄ ist der Erwerb eines entsprechenden Zertifikats eine zwingende Voraussetzung. Trotz universitärer Verankerung der Ultraschallausbildung, sind Ultraschallgeräte mit einem Verbreitungsgrad von bis zu 45 % unter deutschen Hausärzten nicht sonderlich beliebt. Für die Allgemeinmedizin ein recht ernüchternder Wert, jedoch ein relativ guter Wert im europäischen Vergleich. Als Hauptursachen für die geringe Nutzung von Sonographiegeräten in der Allgemeinmedizin, allerdings nicht nur bezogen auf Deutschland, gelten die Mangelnde Ausbildung im Umgang mit Ultraschall, die fehlende Zeit zum Scannen und die hohen Kosten eines Sonogerätes.

Neben der fachlichen Qualifikation des Arztes, spielt in der Allgemeinmedizin und Inneren Medizin natürlich auch das Ultraschallgerät eine wichtige Rolle bei der Patientenversorgung. Für Ihre Hausarztpraxis benötigen Sie ein Sonogerät, dass auch für die Allgemeinmedizin konzipiert worden ist. Schilddrüsenuntersuchungen oder Abdomensonographien zählen hier zu den häufigeren Ultraschalluntersuchungen Das Ultraschallsystem muss keine kardiologischen Spezialfunktionen bieten, da Sie als Hausarzt Ultraschalluntersuchungen am Herzen ohnehin nicht abrechnen können. Die Hersteller von Ultraschallgeräten geben in der Regel an, für welchen Fachbereich das jeweilige Gerät geeignet ist. Bspw. sind folgende Sonographiegeräte, für die Innere Medizin und Allgemeinmedizin geeignet:

Info: Auch in der Osteosonographie macht man sich den Ultraschall zu Nutze. Zwar wird hier kein Ultraschallgerät im herkömmliche Sinne verwendet, doch lassen sich mit einem Ultraschall-Knochendichtemessgerät zwei Messgrößen erheben (Steigung der frequenzabhängigen Dämpfung und Schallgeschwindigkeit), um so Rückschlüsse auf die Knochendichte zu ziehen. Diese Geräte dienen jedoch maximal nur dem Screening. Als Standardverfahren in der Knochendichtemessung hat sich das auf Röntgenstrahlung basierende DXA-Gerät etabliert.

Gynäkologie und Geburtshilfe

In der Gynäkologie und Geburtshilfe werden Ultraschallgeräte hauptsächlich für die Krebsfrüherkennung und Pränataldiagnostik genutzt. Im Optimalfall wird die Ultraschallsonde dabei möglichst nah am zu untersuchenden Organ platziert, sodass bspw. der vaginale Ultraschall intrakorporal mit einer Stabsonde durchgeführt wird. In bestimmten Fällen (Abdomensonographie, Mammasonographie/Brustultraschall) allerdings auch extrakorporal über die Bauchdecke.

Bei der Pränataldiagnostik wird im Rahmen der Basis-Ultraschalluntersuchungen beurteilt, ob die Schwangerschaft unauffällig und gut verläuft. Daneben kann die fetale Echokardiographie mit einem Doppler-Ultraschallgerät Aufschluss über etwaige Herzprobleme geben.

Die Ultraschalldiagnostik wird in einigen Fällen ergänzend im Rahmen der Mammographie (Brustkrebsfüherkennung) durchgeführt. Sie kann die Krebs-Detektionsrate erhöhen, was jedoch nicht immer vorteilhaft sein muss. Es kann zur Überdiagnose mit anschließender Übertherapie kommen. Bei der Mammographie kommt nach wie vor primär ein Mammographiegerät zum Einsatz. Bei den Sonderfällen, in denen das Ultraschallgerät im Zuge der Mammographie eingesetzt wird, handelt es sich hauptsächlich um Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe. Dichtes Brustgewebe kann auf Mammographien das Erkennen von Brustkrebs erschweren. In solchen Fällen können Ultraschall- oder MR-Mammographie veranlasst werden.

Gynäkologie Ultraschallgeräte werden von den Hersteller auch als solches deklariert, so gibt es bspw. die Women Health Care Geräte von Canon oder die Voluson-Familie von GE. Alternativ eignen sich auch folgende Sonographiegeräte für die Frauenheilkunde und Geburtshilfe:

Kardiologie

Bei der Sonographie des Herzens (Herzultraschall, Echokardiographie, Herzecho) werden Herzklappen, Herzwände und Herzbeutel näher untersucht. Zum Einsatz kommen können dabei folgende Verfahren, wobei einige Verfahren auch miteinander kombiniert werden können, nicht jedoch die TTE- und TEE-Untersuchung:

  • Transthorakalen Echokardiographie (TTE)
    • Extrakorporale (von außen) Ultraschalluntersuchung des Herzens über den Brustkorb (Thorax).
  • Transösophageale Echokardiographie (TEE)
    • Intrakorporale (von innen) Ultraschalluntersuchung des Herzens durch Einführung einer Ultraschallsonde in die Speiseröhre (Ösophagus). Der biegsame Schlauch, welcher an ein flexibles Endoskop erinnert, wird sodann bis auf Herzhöhe vorgeschoben. Umgangssprachlich daher auch “Schluckecho” genannt.
  • Farbdopplerechokardiographie
  • 3D- oder 4D-Ultraschall
  • Kontrastmittel-Ultraschall
    • Verabreichung von Kontrastmittel für eine bessere Sichtbarkeit des Blutflusses, vor allem in den Herzkranzgefäßen.

Die Verfügbarkeit einer bestimmten Bildgebungstechnik ist abhängig vom jeweiligen Ultraschallgerät. Mit einem veralteten Farbdoppler-Gerät ohne 4D-Funktion, können sie dementsprechend kein 4D-Ultraschall durchführen. Gut aufgestellt sind Sie mit High-End-Ultraschallgeräten, wie z. B. das Aplio i900 von Canon, welches 3D/4D TTE- und TEE-Untersuchungen ermöglicht und mit “Tissue Doppler Imaging (TDI)”-Technologie ausgerüstet ist. Tissue-Doppler (Gewebedoppler) ermöglicht eine präzise Beurteilung der Geschwindigkeit einzelner Myokardsegmente und vereinfacht die Diagnose spezifischer Herzwandbewegungsstörungen. Ist Ihnen der Kaufpreis zu teuer, dann wäre der Aplio A450 oder A550 eine gute Alternative.

Da sich das Herz hinter den Rippen befindet, werden bei der Transthorakalen Echokardiographie Sektorsonden/Phased-Array-Sonden eingesetzt, zur Beurteilung der Gefäße allerdings Linearsonden.

Üblicherweise wird die Echokardiographie zunächst im Ruhezustand veranlasst. Spannend zu sehen ist jedoch, wie das Herz unter Belastung arbeitet, denn der Sauerstoffbedarf des Herzens ist während körperlicher Belastung erhöht. Sind die Herzkranzarterien verengt, wird der Herzmuskel nur unzureichend mit Blut versorgt. Diese Mangelversorgung kann mit einem Belastungs-EKG-Gerät nicht immer zweifelsfrei geklärt werden. In diesem Fall wird eine Stressechokardiographie (Stressecho) durchgeführt, also eine Ultraschalluntersuchung des Herzens unter Belastung. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Ultraschall-Gerät über die entsprechende EKG-Funktion verfügen muss.

Für die Kardiologie eignen sich bspw. folgende Ultraschallgeräte:

Urologie

Sonographiegeräte dienen in der Urologie vornehmlich der Diagnostik bestimmter Krankheiten an Geschlechtsorganen und Harnorganen (Prostatakrebs, Nierensteine usw.). Derartige Untersuchungen können auch vorsorglich in Anspruch genommen werden, bspw. mit einem Farbdoppler-Ultraschallgerät zur Diagnose von Erektionsstörungen.

Für den Fachbereich Urologie empfehlen sich u. a. folgende Ultraschallgeräte:

Veterinärmedizin

Ein Ultraschallgerät für Tiere unterscheidet sich nicht wesentlich von einem humanmedizinischen. Theoretisch können Sie Hunde oder Rinder auch mit einem Humangerät schallen, doch sind diese Geräte teurer als veterinärmedizinische. Vet-Ultraschallgeräte zeichnen sich zudem durch einige Besonderheiten aus:

  • tierspezifische Presets/Geräteeinstellungen
  • Auf Tiere abgestimmte Benutzeroberflächen und Sonden

Die zu schallende Tierrasse ist hinsichtlich des Kaufes eines Ultraschallgerätes bzw. Sonden von großer Bedeutung. Die Schallwellen benötigen bei einem Rind eine höhere Eindringtiefe, als bei einer kleinen Katze. Nachfolgende Sonogeräte eignen sich speziell für Tiere:

Eine Sonderform der veterinärmedizinischen Ultraschallgeräte ist das Trächtigkeitsdiagnosegerät. Dieses ist eigens für die Trächtigkeitsuntersuchung von Tieren bestimmt.

Physiotherapie

Ultraschallgeräte werden in der Physiotherapie nicht zur Diagnose, sondern im Rahmen einer Ultraschalltherapie als therapeutische Maßnahme eingesetzt. Die Ultraschallwellen wirken mechanisch (Vibration) und thermisch (Wärme) auf die betreffende Körperstelle ein und können so den Gewebestoffwechsel anregen sowie chronische Reizzustände, rheumatische Erkrankungen, Verletzungen von Schleimbeuteln, Bändern und Sehnen uvm. positiv beeinflussen.

Es sind keine Ultraschallgeräte, sondern vielmehr Stoßwellengeräte, welche therapeutisch wirksame Druckpulse erzeugen können, die während der Physiotherapie eingesetzt werden. Es wird dabei zwischen radialen (energieärmer, 3 cm Eindringtiefe) und fokussierten Stosswellengeräten (energiereicher, 12 cm Eindringtiefe) unterschieden. Ferner können weitere Geräte zum Einsatz kommen, wie z. B. Reizstromgeräte oder Diathermiegeräte.

Ultraschall Bildgebungs-Modi

Ein zentraler Faktor beim Kauf eines Ultraschallgerätes sind die integrierten Bildgebungs-Modi, da diese die Qualität der Diagnose bestimmten. Je nach Modalität werden Ultraschallbilder unterschiedlich erzeugt und dargestellt. Vom informationsarmen A-Mode bis hin zum hochentwickelten 4D-Ultraschallgerät mit Farbbildgebung stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Techniken vor.

A-Mode

Historisch gesehen trägt der A-Mode (Amplitudenmodus) den Pionierstatus aller Bildgebungs-Modi. Sein diagnostischer Informationsgehalt ist jedoch sehr limitiert, weswegen er heutzutage kaum eingesetzt wird. Der Nachteil liegt darin, dass der A-Mode nur Tiefen- und Abstandsmessungen an einem Punkt durchführen kann. Er wird auch Amplitudenmodus genannt, da die Ultraschall-Echos als simple Kurvenausschläge (Amplituden) visualisiert werden. Ein Anwendungsbereich für den A-Mode wäre der therapeutische Ultraschall, der auf ein Konkrement oder Tumor gerichtet ist und destruktive Wellenenergien aussendet.

B-Mode und 2D-B-Mode

Der B-Mode (Brightness-Mode) ist eine Weiterentwicklung des A-Mode und stellt die Amplitude des reflektierten Ultraschall-Signals als Grauwert dar. Die Amplitudengröße wird hier nicht als Kurvenausschlag, sondern als Helligkeitswert eines Bildpunktes visualisiert. In Summe ergibt sich dabei eine Zeile unterschiedlich heller Bildpunkte. Zwar ist diese Darstellung diagnostisch nicht verwertbar, doch bildete der B-Mode die Grundlage für den 2D-B-Mode und den M-Mode.

Was man heute allgemein als B-Mode bezeichnet und auf den Ultraschallgerät-Produktbeschreibungen liest, ist genau genommen der 2D-B-Mode (Brightness-Mode-Zweidimensional). Der B-Mode ist das am weitverbreitetste Verfahren in der Ultraschalldiagnostik. Hier setzt sich das Ultraschallbild aus einer zügigen horizontalen Aneinanderreihung von einzelnen B-Mode-Linien zu einer zweidimensionalen, schwarz weißen Fläche zusammen. In diesem Zusammenhang liest man oft die Bezeichnung “S/W”, was für schwarz/weiß steht. Der Visualisierungsprozess der unterschiedlichen Helligkeiten der Bildpunkte gleicht dabei beim ursprünglichen B-Mode. Ein Mindestmaß von 256 Grauwerten gilt heutzutage als Standard.

Im B-Mode werden nicht oder nur wenig reflektierenden Flächen (gefüllte Gefäße, volle Harnblase, Lymphe) schwarz dargestellt. Stark reflektierende Flächen (gefüllte Lunge, Knochen, Luftbläschen) hingegen weiß. Damit lassen sich Untersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge durchführen oder Gelenke, Abdomen und Nieren beurteilen.

M-Mode

Der M-Mode lenkt eine B-Mode-Linie horizontal in der Zeitachse ab. Dadurch, dass lediglich eine einzige Linien wiederholt abgetastet wird, ist die zeitliche Auflösung relativ hoch. Dieser Modus kommt dann zum Einsatz, wenn sich bewegende Strukturen diagnostiziert werden müssen. Konkret zu nenne wären hier bspw. der Herzmuskel oder die Herzklappen.

Doppler-Ultraschallgeräte

Ein Doppler-Ultraschallgerät macht sich den Doppler-Effekt zu Nutze und kann so sich bewegende Strukturen detektieren. Die Geschwindigkeit und Flussrichtung von Flüssigkeitsströmungen, in der Dopplersonographie meist der Blutfluss, kann gemessen und visualisiert werden. Diese bildgebende Technik wird auch als “D-Mode” bezeichnet.

Das Doppler-Verfahren kann in einem Ultraschallgerät auf zwei verschiedene Weisen betrieben werden. Entweder läuft es im reinen Dopplerbetrieb oder im Duplex-Verfahren (Überlagerung des B-Mode).

Ein Doppler-Ultraschallgerät/Gefäßdoppler eignet sich vor allem für kardiovaskuläre Untersuchungen, da Gefäß- und Herzkrankheiten diagnostiziert werden können, wie z. B.:

  • Veränderungen der Gefäßwände durch z.B. Ablagerungen (Arteriosklerose)
  • Arterielle Verschlusskrankheiten
  • Verengungen der Arterien (Stenosen)
  • Aussackungen in Blutgefäßen
  • (Fetale) Herzuntersuchungen (Echographie)

Die Informationen vom Doppler-Ultraschallgerät können mit Hilfe verschiedener Techniken verwertet werden:

Doppler-Technik Beschreibung
PW-Doppler Nutzt Pulsreflektionsverfahren (wie B-Modus) zur Messung von Fließgeschwindigkeiten und die maximal messbare Geschwindigkeit ist limitiert durch die maximale Pulsrepetitionsfrequenz (PRF). Diese Limitation tritt in Form des Alias-Effektes auf, bei dem der Blutfluss falsch dargestellt wird und “rückwärts” zu laufen scheint.
High-PRF-Doppler Weiterentwicklung des PW-Dopplers, der heutzutage bei vielen Doppler-Ultraschallgeräten eingesetzt wird. Ermöglicht die Erhöhung der maximalen PRF, wodurch sich der Alias-Effekt vermeiden lässt. Daraus erfolgt eine leichte Einschränkung der Tiefenselektivität.
CW-Doppler Einziges nicht-gepulstes Ultraschallverfahren, steht für Continuous Wave. Zwei verbaute Kristalle statt einem ermöglichen gleichzeitiges Senden und Empfangen der Ultraschallwellen. Eignet sich zur Messung von sehr hohen Fließgeschwindigkeiten, allerdings ist keine Tiefenselektivität möglich.
Farbdoppler Prinzipiell ein PW-Doppler, der allerdings den Durchfluss farblich von dem überlagerten s/w Bild des B-Modus abhebt: rot = auf den Schallkopf zu, blau = vom Schallkopf weg. Hier kann ebenfalls der Alias-Effekt auftreten, sodass rote Punkte in einem blauen Fluss erscheinen. Durch die logische Verknüpfung der Farben ist dies allerdings leicht ersichtlich. Moderne Farbdoppler arbeiten mit herstellereigenen Weiterentwicklungen, die zu besseren Diagnoseergebnisse führen.
Power-Doppler (Amplitudendoppler) Der Power-Doppler ist eine Weiterentwicklung des Farbdoppler. Er reagiert empfindlicher und kann sich langsam bewegende Blutpartikel besser detektieren.
eFlow (Dynamic Flow) eFlow ist eine Weiterentwicklung des Power-Doppler und kann Gefäßlumina noch präziser darstellen.
Tissue Doppler Imaging (TDI, Gewebedoppler) Das TDI-Verfahren ist speziell für die Darstellung des Herzens geeignet. Hier wird nicht der Blutfluss farbig visualisiert, sondern die Herzwand (Myokard). Der Gewebedoppler ermöglicht eine dezidierte Beurteilungen über die Geschwindigkeit einzelner Myokardsegmente. Tissue Doppler Imaging erleichtert die Diagnose spezifischer Wandbewegungsstörungen, z. B. infolge eines Myokardinfarktes oder dia-

stolischer Funktionsstörungen.

Neben genannten Doppler-Techniken gibt es noch den Gefäß- und den Fetal-Doppler. Der Gefäßdoppler ist ein separates Gerät und wesentlich kleiner als ein herkömmliches Ultraschall-Gerät. Er wird daher auch Taschendoppler genannt. Eingesetzt wird er in der venösen und arte­ri­el­len Gefäß­dia­gnos­tik der Angiologie. Der Fetal-Doppler ist ebenso ein kleines Gerät, welches ermöglicht, den Herzschlag des ungeborenen Kindes bereits im Mutterleib hörbar zu machen. Er eignet sich aus medizinischer Sicht allerdings nicht für Diagnosen, sondern maximal für den privaten Gebrauch. In Arztpraxen werden stattdessen CTG-Geräte genutzt, die den Herzschlag des ungeborenen Kindes ins Verhältnis mit den Wehen der Mutter setzen, um Komplikationen frühzeitig erkennen zu können. Zum Schutz des Fötus ist nicht medizinisch notwendiger Ultraschall, darunter auch der Fetal-Doppler, seit 01.01.2021 verboten.

3D- und 4D-Ultraschallgeräte

Der 2D-Ultraschall ist nach wie vor weit verbreitet, jedoch mangelt es ihm an Orientierungs- und Anatomie-Informationen. Der Markteintritt von 3D-Sonographiegeräten war revolutionär, da diese Geräte zusätzlich die Darstellung der dreidimensionalen Ebene ermöglichen und man sich nun nicht mehr auf die Vorstellungskraft/Erfahrung des “2D-Arztes” verlassen musste. 3D-Ultraschallgeräte entlasten den Arzt, führen zu einem Zugewinn an diagnostischen Informationen und verbessern so die Patientenversorgung.

Es gibt verschiedene Techniken, mit der 3D-Daten gewonnen werden können:

  • Freihandtechnik ohne Positionssensor
  • Freihandtechnik mit Positionssensor
  • Integrierter 3D-Schallkopf mit motorischer Ablenkung
    • wird primär zur Visualisierung des Fötus in der Gynäkologie eingesetzt. Die integrierten Convex-Arrays bringen eine sehr gute Auflösung mit sich.
  • Integrierte 3D-Schallköpfe mit elektronischer Ablenkung
    • wird primär in der Kardiologie eingesetzt. Grund hierfür ist seine kleine Auflagefläche, welche für den interkostalen Einsatz bestens geeignet ist.

Der Ablauf des Schallens mit einem 3D-Ultraschallgerät durchläuft folgende Prozesse:

  1. Aufnahme/Akquisition: Sammeln der B-Scan-Daten mit einer 2D-Sonde oder direkter Erhalt von 3D-Bildern einer 3D-Sonde
  2. Rekonstruktion: Einfügen der 2D-Bilder in ein vordefiniertes Volumenraster
  3. Visualisierung: Rendering des erstellen Voxel-Arrays

Dieser Prozess ist relativ zeitaufwendig und kann einige Minuten Zeit in Anspruch nehmen. 4D-Ultraschallgeräte hingen liefern 3D-Ultraschallbilder in Echtzeit, weswegen dieses Verfahren auch als “Live 3D-Ultraschall” bezeichnet wird. Die Erfassungstechnik ist im Grunde genommen die gleiche, jedoch hat sie sich erst später im klinischen Alltag verbreitet, da die dazu benötigte Rechenleistung zuvor noch nicht vorhanden war. Diese Bildgebung ist vor allem während Operationen, aber auch anderen Fachbereichen sehr nützlich:

  • Geburtshilfe
    • Föten bleiben aufgrund von Bewegungsartefakten schwer zu beurteilen. Mit einem 4D-Ultraschallgerät kann der Arzt unmittelbar auf dynamische Positionsverschiebungen des Fötus reagieren.
  • Kardiologie
    • Mit Hilfe der Echtzeit-3D-Echokardiographie kann die Anatomie der Herzkammern vollständig dargestellt werden. Schätzfehler, wie Sie in der 2D-Ultraschallbildgebung vorkommen, werden verhindert.
  • Chirurgie
    • Biopsien
    • Resektion von Hirntumoren
  • Muskel-Skelett-Gewebe
  • Gefäßbildgebung
  • Urologie

Beabsichtigen Sie ein 3D-Ultraschallgerät zu kaufen, dann sollten Sie jedoch nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile mit berücksichtigen:

  • 3D-Ultraschallgeräte sind wesentlich teurer als herkömmliche Ultraschallsysteme
  • Schulung und sicheres Bedienen des 3D-Ultraschallgerätes dauert länger
  • Bewegungsartefakte können die Qualität der Volumendaten mindern

Mobile Ultraschallgeräte und Handhelds: Ideal für den Point of Care

Neben klassischen Ultraschall-Standgeräten, bieten Hersteller auch tragbare Ultraschallsysteme an. Mobile Ultraschallgeräte sind mit einem Handgriff versehen, einem Laptop ausgestattet und in einem robusten Koffer eingefasst, sodass sie auch außerhalb der Praxis direkt am Point of Care ihren Dienst verrichten können. In der Regel können diese Sonogeräte auch auf einem fahrbaren Gerätewagen montiert werden, dementsprechend können Sie zusätzlich auch stationär eingesetzt werden.

Vor allem im Rettungsdienst und in der Veterinärmedizin können die etwa 4 kg schweren tragbaren Ultraschallgeräte ihren Flexibilitäts-Vorteil ausspielen. Der POCUS (Point Of Care Ultraschall) verbessert die Patientenversorgung und erleichtert die Arbeit. Wichtige Diagnose-Informationen können während der Präklinik unmittelbar an die zuständige Klinik versendet oder live mit einem zugeschalteten Fachexperten besprochen werden (Tele-Ultraschall). Dieser Zeitvorteil kommt dem Patienten zugute. Praktisch ist er in der Veterinärmedizin in diesem Sinne, dass transportaufwendige Großtiere wie z. B. Pferde nicht in eine Tierklinik gefahren werden müssen, sondern komfortabel auf der Weide geschallt werden können.

Das Hand Ultraschallgerät (Handheld) ist eine spezielle Sonderform der mobilen Ultraschallgeräte und erlaubt noch mobileres arbeiten. Diese Geräte sind so klein, dass sie in die Manteltasche eines Arztes passen. Verbunden werden Sie per USB-Kabel oder kabellos per WiFi mit einem Handy, Tablet oder herstellereigenem Endgerät. Bei bestimmten eingegrenzten Fragestellungen stehen Handhelds High-End-Ultraschallsystemen in nichts nach, die Bildqualität und der Funktionsumfang variiert jedoch von Gerät zu Gerät. Diese kleinen Ultraschallgeräte sind mit einem Akku ausgestattet, welcher im Durchschnitt bis zu 8 Stunden hält.

Ultraschallsonde: Wichtiger Bestandteil des Ultraschallsystems

Die Ultraschallsonde (Ultraschallkopf) fungiert an einem Ultraschallgerät als Sender und Empfänger von Ultraschallwellen. Es gibt sowohl fachspezifische Ultraschallsonden, wie z. B. die intrakorporale Stabsonde in der Gynäkologie, aber auch interdisziplinär einsetzbare (Linearsonden, Konvexsonden etc.). Prinzipiell gilt: Je näher die Ultraschallsonde am Zielobjekt positioniert wird, desto besser die Bildqualität.

Entscheidend beim Ultraschallgeräte kaufen ist vor allem die Kompatibilität des Sonographiegerätes mit den Ultraschallsonden, die für Ihre Zwecke notwendig sind. Jede Sonde schallt in einem bestimmten Frequenzbereich, wobei die Frequenz die Bildqualität als auch die Eindringtiefe bestimmt. Je höher die Frequenz, desto hochwertiger die Bildqualität, aber desto geringer die Eindringtiefe. Während eine Linearsonde für oberflächliche Anatomie-Untersuchungen (Dermatologie) in einem Bereich von ungefähr 8 - 24 MHz schallt, schallt eine Sektorsonde in der Echokardiographie nur im Bereich von etwa 1 - 5 MHz.

Tipps: Ultraschallgerät kaufen

Bevor Sie sich ein Ultraschallgerät kaufen, sollten Sie in einem ersten Schritt ermitteln, welche Untersuchungen mit dem neuen Sonographiegerät durchgeführt werden sollen. Sind Sie Hausarzt und führen nur hin und wieder “oberflächliche” Ultraschalluntersuchungen in Ihrer Praxis durch? Dann benötigen Sie kein teures kardiologisches 4D-High-End-System. Ohnehin können Sie als Hausarzt keine kardiologischen Untersuchungen abrechnen, weswegen dieser Kauf ein doppelter Verlust wäre. Lesen Sie sich die Produktbeschreibung durch und informieren Sie sich darüber, ob das jeweilige Gerät für Ihren Fachbereich konzipiert worden ist. Finden Sie keine Angaben, dann kontaktieren Sie den Hersteller oder Händler direkt. Fehlt Ihnen dazu die Zeit, dann können Sie auch uns damit beauftragen. Wir finden die besten Angebote, die auf Ihr individuelles Anforderungsprofil passen!

Der größte Knackpunkt beim Ultraschallgerät kaufen ist der Preis. Haben Sie ein passendes Sonographiegerät für Ihre Praxis gefunden, dann vergleichen Sie mehrere Angebote miteinander. Wir bieten Ihnen in der Regel nicht nur ein, sondern gleich zwei Angebote an. Daraus können Sie das preisgünstigere oder anderweitig passendere Angebot auswählen. Ebenso können Sie über uns auch ein Ultraschallgerät gebraucht kaufen. Ein gebrauchtes Gerät ist etwa 20 % - 50 % günstiger, als ein Neugerät. Alternativen wären Leasing/Miet-Modelle.

Neben dem Preis spielt auch auch die Bedienbarkeit eine große Rolle. Das Ultraschallgeräte sollte schnell, einfach und intuitiv zu bedienen sein. Im Optimalfall bietet der Händler Ihnen die Möglichkeit an, ein Demogerät zu testen. Alternativ können Sie einen Arztkollegen nach einem “Probeultraschall” mit seinem Gerät fragen, sodass Sie möglicherweise schon vor dem Kauf abschätzen können, ob das Sonographiegerät für Sie geeignet ist oder eher nicht.

Suchen Sie vor dem Kauf im Internet nach Rezensionen anderer Ärzte zu Ihrem anvisierten Ultraschallgerät ab. So erhalten Sie Erfahrungsberichte direkte aus der Praxis! Einige Testberichte sollten jedoch nicht überinterpretiert werden, denn negative Erfahrungen werden wahrscheinlich häufiger kundgetan, als positive. Auf unseren Produktseiten bieten wir Ärzten die Möglichkeit, Sonographiegeräte zu bewerten. Nutzen Sie unsere Website und lesen Sie sich die Kommentare durch.

Wollen Sie Ihr Ultraschallgerät “auf eigene Faust” kaufen, dann sollten Sie mit den technischen Spezifikationen vertraut sein. Denken Sie daran, dass nicht nur der Sondentyp, sondern auch der Frequenzbereich ein entscheidender Faktor für die Bildqualität ist. Auch sollten Sie die verschiedenen Bildgebungstechniken kennen. Reicht Ihnen ein einfaches Farbdoppler-Sonographiegerät oder soll Ihre Beurteilung des Myokards mit “Tissue Doppler Imaging” noch präziser ausfallen?

Ein weiterer grundleger Einflussfaktor ist die Frage, ob Sie ein tragbares oder stationäres Sonographiegerät benötigen. Tipp: Einige Ultraschallsysteme können auf einem Gerätewagen montiert werden, aber auch getragen werden. So können Sie ortsunabhängig immer am Point of Care schallen. Wollen Sie noch mehr Flexibilität, dann benötigen Sie ein noch kleineres Hand Ultraschallgerät (so klein, dass es in die Kitteltasche passt).

Achten Sie vor dem Kaufvertragsabschluss darauf, welche Serviceleistungen vom Händler angeboten werden. Sind die Kosten der Gerätewartung mit im Kaufpreis enthalten und wenn ja, für wie viel Jahre? Übernimmt der Händler auch die Geräteeinweisung sowie Schulungen? Diese Fragen bieten möglicherweise etwas Verhandlungsspielraum.

Moderne Ultraschallgeräte verfügen über eine GDT-Schnittstelle, doch wenn Sie ein älteres Ultraschallgerät gebraucht kaufen, kann diese möglicherweise fehlen. Die GDT-Schnittstelle ermöglicht einen automatischen Datenaustausch zwischen dem Sonographiegerät und Praxissoftware. Damit Sie auch in der Zukunft mit dem Sonographiegerät gut aufgestellt sind, ist eine DICOM-Schnittstelle ebenso ratsam, da das DICOM-Format ursprünglich ab dem 01. Januar 2020 verpflichtend sein sollte, vorerst jedoch verschoben wurde. Informieren Sie sich außerdem darüber, ob das jeweilige Sonogerät kompatibel mit Ihrem PACS (Picture Archiving and Communication System) ist.

Arbeiten Sie lieber etwas analoger, dann sollte das Sonogerät eine vollwertige alphanumerische Tastatur besitzen. Ist diese ebenfalls beleuchtet, vereinfacht das die Eingabe in dunkleren Behandlungsräumen. Ein weiteres offensichtliches Merkmal ist die Anzahl der verfügbaren Sondenports (Steckplätze). Die Nutzung mehrerer Ultraschallsonden ermöglicht verschiedene Untersuchungen hintereinander, ohne das sie umgesteckt werden müssen - dies spart Zeit und erhöht den Patientendurchsatz. Weiter eignen sich für häufig durchgeführte Untersuchungen Schnelltasten, um Voreinstellungen zu speichern und bei Bedarf wieder abzurufen.

Hersteller

Es gibt zwei Arten von Ultraschallgeräte Herstellern: große Konzerne, die auch andere Medizingeräte offerieren sowie kleinere Anbieter, die ausschließlich Ultraschallsysteme verkaufen. Der Innovationsdruck ist hoch und so entwickelt jeder Hersteller seine eigene Technik mit eigenem Namen. Meist sind es jedoch allgemein bekannte Techniken, die lediglich unterschiedliche eigene Herstellerbezeichnungen bekommen. Weiter fokussieren sich die Hersteller auf unterschiedliche Preis- und Kundensegmente. Nachfolgend stellen wir Ihnen eine Übersicht von seriösen Sonographiegeräte Anbietern zur Verfügung:

Preise und Kosten

Der Preis von einem Ultraschallgerät ist vor allem vom Funktionsumfang und der verbauten Technik abhängig. Man unterscheidet zwischen Einsteigergeräten, Mittelklasse und High-End-Systemen. Für die allgemeine Hausarztpraxis sind meist eher Ultraschallsysteme der Einsteiger- und Mittelklasse wiederzufinden, welche keine teure Technik wie z. B. 4D-Ultraschall beinhalten. High-End-Systeme stehen überwiegend in Facharztpraxen sowie Kliniken. Ein konkreter Preis für ein und dasselbe Ultraschallgerät kann nicht pauschal gegeben werden, da dieser von Händler zu Händler variieren kann. Fest steht jedoch, dass ein gebrauchtes Ultraschallgerät um etwa 20 % - 50 % günstiger ist, als ein Neugerät.

Tragbare Ultraschallgeräte haben einen meist geringeren Funktionsumfang und sind daher günstiger, als stationäre Standgeräte. Handheld-Geräte sind aufgrund ihres geringen Funktionsumfangs und der geringeren Auflösung bzw. Qualität der Bilder der günstigste Gerätetyp. Die Marke beeinflusst den Kaufpreis ebenso. Premium-Marken, wie z. B. Alpinion oder Samsung, sind teurer als Basis-Marken wie Vinno.

Wenn Sie mehr Wert auf geringere Kosten legen, als auf die Leistung des Ultraschallgerätes, dann empfehlen sich die etwas älteren Gerätereihen der Hersteller. Diese müssen nicht zwangsläufig “schlechter” sein und genügen vollkommen, je nach Verwendungszweck und Alter des Gerätes. Haben Sie keine Kenntnis darüber, welches Sonographiegerät für Sie prädestiniert ist und wie viel Euro dieses kosten würde, dann füllen Sie einfach uns Formular aus. Anschließend erhalten Sie von uns zwei auf Sie zugeschnittene Angebote - natürlich kostenlos!

Neben dem Kaufpreis müssen Sie noch weitere Kosten mit einkalkulieren. Zu nennen ist hier bspw. Zubehör (Drucker, zusätzliche Sonden usw.) oder Lizenzen (DICOM, Wartungsverträge, Leasingrate usw.). Planen Sie weit in die Zukunft oder haben einen hohen Patientendurchsatz, dann kaufen Sie Ultraschallgel besser gleich in dm 5 Liter Kanister. Das kommt Sie günstiger zu stehen, als wenn Sie häufiger kleine Mengen nachkaufen müssen. Selbiges gilt auch für Schutzhüllen, z. B. für Vaginal- und Rektal-Sonden. Orientierung zu den anfallenden Kosten gibt Ihnen die nachfolgende Preistabelle, wobei die einzelnen Positionen (teils) stark schwanken können, je nach Hersteller und Modell. Listenpreise und Marktpreise können voneinander abweichen.

Kosten für Ultraschallgeräte und -komponenten
Ultraschallgerät Komponente Einstiegs- Preisniveau Gehobenes Preisniveau Kommentar
Handheld-Ultraschall
Laptop-Ultraschall
Stand-Ultraschall

€ 5.900
€ 2.999
€ 8.500

€ 20.000
€ 60.000
€ 200.000
Ultraschallgeräte werden häufig mit einer Sonde angeboten. Die durchschnittlichen Kosten für ein Ultraschallgerät mit einer Sonde betrugen in Deutschland 2019 etwa 12.000,00 €.
einfache Ultraschallsonde € 1.600 € 3.500 Die standardmäßig angebotenen Ultraschallsonden sind einfache Linear- und Konvexsonden. Häufig sind jedoch auch Mikrokonvexsonden und Stiftsonden eingeschlossen.
3D/4D-Sonde € 5.000 € 25.000 In diesen Kosten sind die notwendigen Softwarelizenzen für 3D/4D-Messungen noch nicht eingeschlossen.
Endo-Sonden € 1.600 € 25.000 Einfache Endovaginalsonden sind sehr viel preiswerter als bidirektionale Endorektalsonden oder TEE-Schlucksonden.
Phased-Array-Sonde € 2.500 € 12.500 Dies ist der lediglich der Sondenpreis. Die Kosten für die eventuell benötigten Softwarelizenzen sind nicht inbegriffen.
DICOM-Lizenz € 500 € 1.000 Diese Kosten fallen ausschließlich geräteseitig an. Die Praxissoftware oder das PACS kann zusätzliche Kosten verursachen.
Messprogramm -Lizenzen € 50 € 15.000 Vom elektronischen Handbuch bis zur interaktiven, selbstlernenden Schulungssoftware kann alles zusätzliche Kosten verursachen. Üblicherweise kann die Software auch später hinzugekauft und durch einen Code freigeschaltet werden. Einige Hersteller bieten ebenfalls Demoversionen an. Beim Kauf sollte der Fokus lediglich auf den benötigten Funktionen liegen.
Gerätewagen € 500 € 3.000 Ultraschallgerätewagen können sehr einfach sein, aber z. B. auch Monitore, eine Dockingstation, zusätzliche Sondenanschlüsse u. ä. mit einschließen und so erheblichen Mehrwert bieten. Viele Geräte kommen bereits standardmäßig als Rollwagen.
Fußschalter € 100 € 550 Die Preise variieren von Hersteller zu Hersteller stark. Es gibt jedoch durchaus auch Unterschiede in der Bedienung.
Ultraschalldrucker S/W € 800 € 1.900 Sony beherrscht hier den Markt. Fast alle Hersteller bieten den gleichen oder sehr ähnliche Drucker an.
Ultraschalldrucker Farbe € 3.000 € 4.750 Auch hier ist Sony Marktführer. Dennoch gibt es auch andere Hersteller, die Farbdrucker anbieten.
Lieferung + Einweisung frei € 1.250 plus Anfahrt Je nach Verkäufer wird diese VERPFLICHTENDE Leistung sehr unterschiedlich abgerechnet. Als Arzt müssen Sie und Ihr Team eingewiesen werden. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, die Leistung kostenfrei anzubieten, aber es sollte transparent sein, ob dies eine kostenpflichtige Zusatzleistung ist.
Service bzw. Wartungsverträge p. a. € 200 p.a. € 5.000 p. a. Je nach Gerät, Hersteller und Verkäufer können die Preise sehr schwanken. Als Faustregel gilt: Je besser das Gerät, desto teurer der Wartungsvertrag. Hersteller sind dabei häufig teurer als der Fachhandel. Der teuerste Servicevertrag wird üblicherweise vom Hersteller für ein Premium-Gerät angeboten.
Leasingrate p. Mo. 1,5% des Anschaffungswerts p. Mo. 5% des Anschaffungswerts p. Mo. Je nach Laufzeit, Restwert, Anzahlung, Schufawert, aktuellem Zinssatz und Anbieter können die Kosten stark variieren. Die Rate beinhaltet keine Service-/Wartungsverträge.

Lässt Ihre finanzielle Lage derzeit keinen Neukauf zu, dann schauen Sie sich nach Alternativen um: Miete, Leasing, Leihen. Da Ultraschallgeräte schnellen Innovationszyklen unterliegen, wären solche Finanzierungsmodelle für diejenigen Ärzte geeignet, die stets die neueste Ultraschalltechnik haben wollen. Weitere Informationen über Medizintechnik Finanzierung erhalten Sie hier.

Gebrauchte Ultraschallgeräte

Gebrauchte Ultraschallgeräte sind etwa 20 % - 50 % günstiger als Neugeräte und müssen nicht unbedingt minderwertiger sein. Mit einem guten Deal bekommen Sie so, je nach Modell, gute Technik zu einem deutlich günstigeren Preis. Von einem Privatkauf raten wir allerdings ab, da Sie in diesem Fall keine Gewährleistung/Garantie erhalten. Geht das Sonogerät am nächsten Tag kaputt, bleiben Sie auf den Kosten sitzen. Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines generalüberholten (refurbished) Ultraschallgerätes bei einem seriösen Gebrauchtgerätehändler, weil Sie dort genannte Sicherheiten bekommen.

Wartung: Gesetzlich verpflichtende STK und MTK

Ihnen sollte bewusst sein, dass wenn Sie ein Ultraschallgerät kaufen bzw. betreiben, dann sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, es zu warten. Grundlage hierfür ist die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV), die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) sowie die DGUV V3. Die Wartung ist notwendig, damit das Sonographiegerät stets sicher und zuverlässig arbeitet.

Konkret beinhaltet die Wartung die STK (Sicherheitstechnische Kontrolle) und MTK (Messtechnische Kontrolle). Während bei der der STK das Ultraschallgerät auf Fehlfunktionen, Gerätemängel und sonstige Defekte hin überprüft wird, ist es bei der MTK die Kontrolle der Messgenauigkeit. Die kostenpflichtigen STKs und MTKs müssen periodisch mind. alle 2 Jahre durchgeführt werden (Herstellerangaben beachten). Hier erhalten Sie weitere Informationen über die Ultraschallgeräte Wartung.

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