Allgemeine Informationen zu digitalen Röntgengeräten

Sie möchten für Ihre Praxis ein neues oder gebrauchtes Röntgengerät kaufen? In den letzten Jahren hat sich gerade beim Röntgen viel getan. Zum einen gibt es mehr als eine Art “digitales Röntgen” und je nach Anwendung viele Konfigurationsmöglichkeiten, die sich nach Fachrichtung und Patientenaufkommen stark unterscheiden. Auch der Röntgengerät-Preis hängt natürlich stark von der Konfiguration ab und davon, ob das Röntgengerät gebraucht oder neu ist.

Kosten von Röntgengeräten

Ein vollständiger digitaler Röntgenarbeitsplatz mit deckengeführtem Stativ für hohen Patientendurchlauf kann zwischen 150.000€ und 250.000€ kosten. Wenn mehrere PC-Arbeitsplätze oder mehrere digitale Detektoren benötigt werden, kann das System auch mehr kosten. Die einfachste Umrüstung eines analogen Röntgenarbeitsplatzes mit digitaler Speicherfolientechnologie kann für unter 50.000€ realisiert werden.

Je nach Anwendung und Patientendurchsatz sind Umbauzeiten und Arbeitsaufwand tatsächlich entscheidend. Bei vielen unterschiedlichen aufeinanderfolgenden Untersuchungen muss bei einem einzelnen Detektor der Arbeitsplatz umgebaut werden, was je nach System einige Minuten in Anspruch nimmt. Speicherfolien müssen vom Aufnahmeplatz zu einem Auslesegerät gebracht werden, welches dann einige Minuten benötigt, um das Bild auszulesen. In dieser Zeit können keine Aufnahmen gemacht werden, was den Patientendurchsatz limitieren kann. Hier lohnt sich eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Basis der durchzuführenden Untersuchungen und der Anzahl der Patienten.

Röntgengerät - Komponenten

Sowohl digitale als auch analoge Röntgengeräte bestehen immer aus einer Röntgenröhre, welche durch den Generator angesteuert wird. Der Generator erzeugt die Hochspannung und liefert die Energie für den Betrieb der Röntgenröhre. Die erzeugte Spannung kann, je nach Anwendung, zwischen 30kV und 130kV liegen. Die Röntgenröhre wird im Betrieb aufgebraucht und muss in Abständen ersetzt werden. Sie muss während des Betriebs gekühlt werden, da sie sich während des Betriebs stark erhitzt, da die Energie nur zum Teil in Röntgenstrahlung umgewandelt wird. Der Rest wird in Wärmeenergie umgewandelt. Die Röntgenstrahlung wird nach der Röhre auf das gewünschten Spektrum gefiltert.

Die erzeugte Röntgenstrahlung durchdringt den Patienten. Je nach Anwendung entsteht beim Durchleuchten Streustrahlung, die durch ein Streustrahlraster vor dem Detektor abgefangen wird. So entsteht ein klares Bild mit hohem Kontrast. Unter Umständen muss oder kann auf das Streustrahlraster verzichtet werden, zum Beispiel, um die benötigte Dosis niedrig zu halten, oder weil nicht viel Streustrahlung erwartet wird.

Röngenarbeitsplatz und Buckytisch

Der konventionelle Röntgenarbeitsplatz wird nach Dr. G.P. Bucky auch Bucky-Arbeitsplatz genannt. Der Buckytisch, auf welchem der Patient während der Aufnahme liegt, hat eine frei verschiebbare Tischplatte, während der Tischfuß mit darin liegendem Detektor nicht bewegt wird. Die Röntgenröhre ist im Strahlenschutzgehäuse häufig mit einem Teleskoparm mit einem Deckenschienensystem verbunden. Für Aufnahmen, bei denen der Patient steht oder sitzt, befindet sich der Detektor (oder die Folienkassette) in einem Rasterwandstativ hinter dem Patienten.

Im Detektor unterscheiden sich dann digitale und analoge Röntgensysteme. In einem analogen System wird ein lichtempfindlicher Film belichtet. Dies kann direkt durch die Röntgenstrahlung geschehen oder mit Hilfe einer Verstärkerfolie, welche durch die Röntgenstrahlung fluoresziert. Digitale Systeme nutzen entweder eine auslesbare Speicherfolie oder einen digitalen Festkörperdetektor.

Speicherfolien

Für die Nachrüstung eines analogen Röntgen-Arbeitsplatzes eignen sich die Speicherfolien sehr gut. Hier ist eine spezielle Folie anstatt des Röntgenfilms in der Kassette. Eine Phosphorschicht wandelt das einfallende Röntgenquant nicht direkt in Licht um, sondern speichert es in Form eines angeregten Elektrons. Nachdem die Aufnahme abgeschlossen ist, kann mit Hilfe eines Auslesegeräts diese Information von der Speicherfolie abgerufen werden. Dazu tastet ein Laser die Speicherfolie im Auslesegerät ab. Durch das Abtasten kehrt das Elektron wieder in den Grundzustand zurück und sendet dabei ein Photon aus. Dieses wird vom Auslesegeräte detektiert und gespeichert. Der Nachteil dieser Technik ist die notwendige Verzögerung durch das Auslesen und der Transport zwischen Aufnahmeort und Auslesegerät. Der große Vorteil ist, dass sie häufig kompatibel mit bestehenden Anlagen ist und die Speicherfolien deutlich preiswerter als Festkörperdetektoren sind.

Festkörperdetektoren

Es stehen direkte und indirekte Festkörperdetektoren zur Verfügung. Der direkte Röntgendetektor erzeugt der Photodetektor direkt aus dem Röntgenphoton ein elektrisches Signal. Beim indirekten Röntgendetektor wird das Röntgenphoton zuerst in ein sichtbares Photon umgewandelt, welches dann in einem entsprechend empfindlichen Detektor ein elektrisches Signal erzeugt.´

Die Festkörperdetektoren sind direkt an Computer angeschlossen, sodass die Bilder meist ohne Verzögerung zur Verfügung stehen. Die Detektoren müssen entsprechend nicht mehr bewegt werden, sind aber auf der anderen Seite in der Anschaffung sehr viel teurer.

Neue und gebrauchte Röntgengeräte

Für den Einsatz am Patientenbett und im OP oder im Feld stehen mobile Röntgengeräte zur Verfügung. Generator und Röntgenröhre sind kompakt in einer fahrbaren Einheit verbaut, wobei die Röntgenröhre in einem Arm untergebracht ist. Der Detektor / Kassette ist mobil und wird, je nach Einsatz, unter oder hinter den Patienten gelegt. Diese mobilen Röntgengeräte werden über Akku oder vor Ort mit Netzspannung betrieben.

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